Leben retten: Dr. Christine Hidas über die Arbeit in der Notaufnahme
Shownotes
Kapitel:
Vorstellung Oberärztin Dr. Christine Hidas 1:05 Erste Fragerunde zum Arbeitsalltag in der Notaufnahme 5:36 Zweite Fragerunde zur Gewalt gegen medizinisches Personal 24:53 Dritte Fragerunde zu Personalmangel, Worklife-Balance und KI in der Medizin 32:32 Freizeittipps 58:58
Intro/Inside/Outro:
Upright Funk Bass/Boogie Right Slap Bass (Garage Band, Apple)
Darum geht’s in der 25. Folge:
Derzeit werden etwa 53.000 Patienten im Jahr in der Zentralen Notaufnahme in Darmstadt behandelt. Nach der geplanten Fusion mit dem Agaplesion Elisabethenstift zur "Südhessen Kliniken gGmbH" wird sich diese Zahl auf 75.000 Patienten erhöhen, schätzt Oberärztin Dr. Christine Hidas. Sie hält auf der Station ihren Mitarbeitern den Rücken frei und nutzt, wenn es sein muss, auch ihre Autorität, um aufgebrachte Patienten oder Angehörige zu beruhigen. In ihrer Freizeit engagiert sie sich berufspolitisch. "Die Medizin ist das hierarchischste System, das ich kenne", sagt Hidas. Es ist ihr ein Anliegen, diese Rangordnung ins Wanken zu bringen.
Ihr Tipp:
Die Medizinerin liebt die Oper, Konzerte - und das Tanzen. Die Kombination aus Musik und Körperbewegung ist für sie eine gute Möglichkeit zu entspannen. Und manchmal, nach einem langen Arbeitstag, geht sie auch gerne in die Küche: "Kochen hat etwas Meditatives."
Transkript anzeigen
00:00:03: Wir haben ein Sicherheitspiper.
00:00:04: Wenn man den zieht, so einen Sicherheitsnubbel nennen wir ihn dann wird es ganz laut.
00:00:10: Also die Medizin ist das hierarchischste Unternehmen was ich kenne.
00:00:16: In der Regel passieren grobe Behandlungsfehler oder fahrlässige Behandungsfehler.
00:00:21: Das ist schon sehr selten wenn jemand kommt mit Bauschmerzen sie diagnostizieren eine Blindamenzündung Der wird operiert und hat keine Schmerzen mehr.
00:00:30: Das ist befriedigend.
00:00:33: Da kann jeder alleine vor sich hinwurschen.
00:00:35: Man muss das zusammen
00:00:36: machen.
00:00:38: Hallo Hier ist Heiner Mania.
00:00:40: Euer Podcast für Darmstadt und Südhessen.
00:00:44: Ich bin Sabine,
00:00:45: ich bin Stefan.
00:00:46: Wir arbeiten als Journalisten für lokale Medien
00:00:49: Und hier wollen wir rauskriegen was sich in unserer Region
00:00:52: tut.
00:00:53: Dafür laden wir uns Menschen
00:00:54: ein
00:00:55: die sich aus kennen und die etwas zu sagen haben
00:00:58: Zu Kultur und Natur, zur Gesellschaft und Sport.
00:01:02: Los geht's!
00:01:04: Habt Spaß.
00:01:08: Hallo, hier sind wir wieder Und heute ist Dr.
00:01:12: Christine Hiders, unser Gast.
00:01:14: Sie leitende Oberärztin in der Notaufnahme des Klinikums Darmstadt.
00:01:19: Schön, dass sie bei uns sind!
00:01:20: Schönen guten Morgen und vielen Dank für die Einladung.
00:01:23: Sabine erzählt uns jetzt, wenn wir hier zu Gast haben ein paar biografische Notizen?
00:01:28: Ja genau.
00:01:29: Sie sind FachärztInn für innere Medizin mit Schwerpunkt auf Nephrologie- und Notfallmedizin.
00:01:36: Nephrologie muss man vielleicht erklären...
00:01:37: Genau, in der Äfrologie ist die Lehre der Nierenerkrankungen.
00:01:41: Die Nieren sind ja ein paariges Organe wo sehr viel Steuerung in der Physiologie passiert also Blutdruck, rote Blutkörperchen werden diese Erythropoethin wird gebildet Der Wasserhaushalt, der Sorre-Basen-Haushalt Also sehr viele homonelle Dinge.
00:01:59: Vitamin D wird dort umgewandelt und die Nieren erkrankungen sind spannend
00:02:05: Nicht im Sinn, sagt der Frau Kussmund.
00:02:06: Das geht uns an den Nieren.
00:02:08: Genau!
00:02:09: Sie sind neunzehntsechsichsig in Wien geboren habe ich gelesen, haben in Frankfurt dann Medizin studiert und sind im Klinikum gelandet, wohnen in Bessungen.
00:02:19: Warum
00:02:20: Darmstadt?
00:02:20: Warum sind sie nicht in Wiel geblieben was hier wirklich schöner ist?
00:02:24: Ja also meine Eltern stammen aus Ungarn, sind beide geflüchtet in den sechsfünfziger Jahren und haben sich in Wielen kennengelernt zufällig weil ein ungarischer Jesuittenfahrer sich um die Studenten gekümmert hat und die Flüchtlinge.
00:02:37: Und haben dort beide ein Stipendium bekommen zum Studium, haben beide dort studiert.
00:02:40: Wir sind während des Studiums auf die Welt gekommen, meine Schwestern nicht.
00:02:43: Dann gab es keine Arbeit in Österreich Ende der Siebzigerjahre.
00:02:47: Weil so viele Studenten da waren auch aus Persien.
00:02:49: Und dann sind wir nach Deutschland übergesillt, weil mein Großvater hier lebte.
00:02:52: Mein Großumdl war katholischer Fahrer in Kriesheim.
00:02:55: Sankt Stefan.
00:02:57: Pfarrerschröder Peter Schröder.
00:02:59: Deswegen sind wir Nach Krissheim gekommen und
00:03:01: geblieben.
00:03:02: sozusagen
00:03:03: Ja, das kann man ja auch machen.
00:03:07: Das Dialyse-Zugangszentrum, was eben in der Frologie zu tun hat, das leiden Sie seit Jahrzehnten?
00:03:13: Nein ich leite es nicht... Ich habe es bis zum Jahrzehn geleitet und bin im Jahrzehrzehnte in die zentrale Notaufnahme gewechselt als Oberärztin.
00:03:21: Das ging nicht mehr zusammen.
00:03:22: Ich habe am Anfang noch einen Tag die Woche mich um die Dialysezugänge gekümmert und weil mein Dänäfrologischef, auch Chef der Notaufnahmen damals war Und dann, als ich die latene Funktion übernommen habe und eine neue Chefin kam, das ging nicht mehr.
00:03:36: Das war zu arbeitsintensiv die Notaufnahme.
00:03:40: Ja, Stichwort Arbeitsintensif Sie machen ja auch noch... Sie sind nicht nur Ärztin, sie sind auch Vorsitzende vom Deutschen Ärztinnenbund Frankfurt?
00:03:47: Genau!
00:03:48: Aktives Mitglied im Ärzteparlament der Lande des Ärztekammer Hessen,
00:03:52: also
00:03:53: eigentlich den Niedergelassenen
00:03:55: des Ärzten... Ärzteschaft ist in der Selbstverwaltung organisiert und die Landesärztekammer ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes.
00:04:04: Und wir müssen sozusagen uns selber organisieren, selber planen, selber bestimmen und dazu braucht es ein Parlament.
00:04:10: also in einer Versammlung, delegierten Versammlungen.
00:04:13: da bin ich Mitglied seit.
00:04:16: im Präsidium der Landesärztekammer bin ich seit im Jahr zwei tausend achtzehn oder siebzehn
00:04:21: Genau.
00:04:21: und dann halten Sie auch noch Vorträge zur Nachwuchsweiterbildung.
00:04:26: Da kommen wir später noch zu.
00:04:28: Wir haben sie ja besucht in der Notaufnahme, da ist viel zu tun und da haben Sie uns das ja schon skizziert.
00:04:34: was hier alles noch außerhalb ihrer Kernfunktion machen wir schon gestaunt also was in so einen vierundzwanzigstunden Tag alles reinpasst.
00:04:44: Das ist unser Fahrplan heute!
00:04:46: Wir wollen mit Ihnen darüber reden wie in dieser Notaufnahmen der Arbeitsalltag aussieht Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass manche Leute die zu Inkommen dann ihre guten Manieren vielleicht vergessen wenn sie in einer Notlage sind.
00:05:01: über Gewalt.
00:05:02: Über Übergriffe gegen das Klinipersonal soll die Rede sein Auch über den Personalmangel im Gesundheitswesen und welche Rolle es spielt ob man dabei als Mann oder als Frau auf einer Station ist.
00:05:17: Das sind also quasi die drei Top-Themen, die wir diesmal wieder haben.
00:05:21: Aber bevor wir uns dem Arbeitsalltag annähern, haben wir ja immer zum Lockerwerden erst nochmal drei Fragen oder Fragen, die Sie gerne mit einer Anekdote oder mit einem dies oder jenes beantworten mögen.
00:05:40: Wenn sie Fernsehen gucken da ist ihr Arbeitsbereich im Serien gut abgedeckt.
00:05:47: Was haben sie lieber?
00:05:47: Emergency Room oder Grey's Anatomy?
00:05:50: Ich stehe, ich gucke überhaupt keine Serien und schon gar nicht.
00:05:54: Ärzte-Serien das ist mir zu anstrengend.
00:05:57: Aber Sie haben von den Titeln schon mal vernommen?
00:05:59: Also Grace Anatomie habe ich natürlich gehört weil George Clooney einen sehr gut aussehener Schauspieler da früher gearbeitet hat.
00:06:05: aber ansonsten gucke ich keinen.
00:06:07: Nee, George Cloony war ein Emergency Room.
00:06:08: Ja,
00:06:09: Grace Anatomy deswegen ist meistens um... Frauen und auch schöne Männer.
00:06:13: Also das ist nicht so ... Aber
00:06:16: diese Serien prägen natürlich auch irgendwie das Bild der Leute, die zu ihnen kommen?
00:06:21: Ich kann Ihnen sagen was mich geprägt hat die Schwarzwaldklinik ich bin ja schon ein bisschen älter und die fand ich natürlich im Studium ganz toll.
00:06:27: also es war schon klar dass alles nicht so läuft aber es war einfach eine entspannte Serie für mich.
00:06:33: Ja das sind noch die Halbgötter in Weiß.
00:06:36: Das ist ja heute vielleicht auch nicht mehr so die Wahrnehmung
00:06:39: Mit den sehr schicken Kitteln alle so angepasst.
00:06:43: Genau, was machen Sie lieber?
00:06:45: Blutdruck messen oder Blut abnehmen?
00:06:49: Blutt abnehmen ein bisschen invasiv doch.
00:06:51: Ja ja ich dachte
00:06:52: immer Ärzte machen das nicht so gern.
00:06:53: Doch doch doch doch.
00:06:54: Jetzt habe
00:06:55: ich jetzt auch wieder warum es alles
00:06:56: ist.
00:06:56: Ich stechen überall rein und... Weil ich das
00:06:57: in irgendeine ärztes Serie gesehen hab.
00:06:58: Ja
00:06:59: nein, das mache ich schon.
00:07:01: Zumal ich als Nephrologin.
00:07:02: wir haben ja viel mit Blutgefäßen zu tun mit dem Chance und wenn das dann irgendwie bei der Blutabnahme nicht klappt in der Notaufnahme bin ich immer die letzte Wiese.
00:07:10: Okay, es ist schön wenn jemand dabei der Gelegenheit sein Handwerk versteht bevor man verstocken wird.
00:07:17: Auch noch eine Frage was machen sie lieber Gipsen oder Nähen?
00:07:20: Nähen!
00:07:21: Ja okay.
00:07:23: Nähn ist toll hat man immer sofort den Ergebnissen.
00:07:25: Sieht gut aus.
00:07:26: Gut und nicht mehr.
00:07:27: alles schön sauber.
00:07:28: Ich kann mich auch an einen Besuch im Alisenhospital am Sonntag mit einer völlig aufgeschnittenen Hand erinnern wo zwei Leute eine Schwester Als ich über mich beugte und mich innerhalb kürzester Zeit zusammenflickten und sagten, bevor wir sie hier aber anesthesieren, da muss ich ihnen in alle Finger so viele Spritzen reinmachen.
00:07:49: Das machen wir jetzt einfach ganz schnell so.
00:07:52: Hat gut geklappt!
00:07:52: Das konnten die.
00:07:55: So
00:07:55: das geht's Arbeitsalltag in der zentralen Notaufnahme, die ja viele Menschen als erste Anlaufstation erleben.
00:08:04: wenn sie was Wenn es Ihnen nicht gut geht, kommen Sie erst mal in die Notaufnahme.
00:08:08: Aber vielleicht sollten wir bevor Sie jetzt anfangen den Tagesablauf zu erzählen erstmal sagen wie sind sie eigentlich da organisiert?
00:08:15: Weil ich komme ja nicht dran als Erstes nur weil ich als Erste da war soll ich muss erst einmal warten.
00:08:20: das geht um Dringlichkeit.
00:08:22: Genau also die notaufnahmen sind so organisiert dass die Patienten die kommen oder die Menschen kommen nach dringlichkeit eingestuft werden.
00:08:28: Das wird mit einem system gemacht Manchester Triage System.
00:08:33: Ein anderes System bei uns ist Manchester Triageesystem.
00:08:35: Wir übrigen jetzt auch in den Praxen mittlerweile oder auch bei der Elf-Sex, Elfsieben ein KI gestütztes System im Hintergrund läuft wo man einfach abfragt wie lange haben sie die Schmerzen?
00:08:45: Wie stark sind die?
00:08:46: Wie alt sind Sie?
00:08:47: Nehmen Erkrankungen am Ende kommt raus.
00:08:49: Sie sind ein Notfall lebensbedrohlich erkrankt müssen sofort versorgt werden.
00:08:53: Das andere Ende ist dann, Sie können morgen früh zum Hausarzt oder zur Hausärztin gehen.
00:08:59: Das sind diese Systeme die jetzt eingesetzt werden, die dafür zu führen sollen dass die Patienten Steuerung eine bessere ist also das die Patienten in der richtigen Versorgungs-Ebene eben landen und Aufnahme oder Praxis oder Bereitschaftsdienst und dann eben die Dringlichkeit zu sehen, wie schnell muss jemand gesehen werden.
00:09:16: Also F-Sex,
00:09:17: F-Seven
00:09:17: ist
00:09:18: eine Notfallordnungsnummer oder so?
00:09:20: Die F-sex, S-seven ist die Nummer der kassenärztlichen Vereinigung, sie haben einen Sicherstellungsauftrag.
00:09:24: das heißt wenn ihr Hausarzt, Hausärzte nicht erreichbar ist oder nicht da ist oder Sie haben keinen Mittwoch Nachmittag oder Samstagmorgen Dann rufen Sie bei der F-sex, F seven an, schildern Ihre Beschwerden Und anhand eines Triage Systems kommt am Ende bei raus wo sie hin müssen.
00:09:39: Vielleicht sagt es auch, Sie müssen in die Apotheke gehen und sich ein Schmerzmittel kaufen.
00:09:43: Auch das kann dabei
00:09:44: rauskommen.".
00:09:45: Und es gibt ja jetzt – das ist noch gar nicht so lange glaube ich?
00:09:48: Ja!
00:09:48: Es sind ja schon diesen doppelten, also diesen Dresen, dass eben die niedergelassenen Ärzte da sind außerhalb der Praxisöffnungszeiten zu bestimmten Zeiten.
00:09:58: und eben dann die ganz normale ZNA.
00:10:01: Genau, der ärztliche Wachstagsdienst oder Notdienstzentralen gibt es unterschiedliche Namen.
00:10:05: Sie werden von der KV organisiert und auch besetzt mit Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen also Fachengestellten die den Dresden machen und Ärzte und Ärztinnen.
00:10:14: Und dessen Öffnungszeiten waren früher immer dann wenn die Hausärzte nicht im Praxen zu waren was jetzt nicht mehr funktioniert weil man nicht genügend Ressourcen hat und weil das vielleicht nicht mehr erforderlich ist dass man nachts um eins in einen hausärztlichen Ambulanz aufsucht.
00:10:29: Also das ist eigentlich nicht erforderlich.
00:10:31: Also haben die Öffnungszeiten von neunzehn bis dreinzwanzig Uhr unter der Woche, Mittwochs ab vierzehn Uhr schon, Freitags auch ab vierzen Uhr und Samstag und Sonntag morgens um sieben bis abends um dreiundzwanziger Uhr so dass wenn man am sonntag was heißt ich eine schwerer eintrige Angina bekommt und braucht vielleicht doch ein Antibiotikum dann geht man zum ärztlichen Beitragsdienst.
00:10:49: die untersuchen einen geben einem das Rezept die können Krankenmeldungen ausstellen und das ist alles das was wir nicht können und dürfen weil wir eben keine kassenärztliche Praxis sind, sondern eine Notaufnahme.
00:11:00: Und bei uns Menschen kommen die da stationären Versorgung bedürfen oder der erweiterten diagnostischen Möglichkeiten eines Krankenhauses wie CT einen Herzkatheter untersuchen eine Operation.
00:11:12: Der ärztliche Breitschaftsdienst kann im Übrigen auch direkt zumindest in Darmstadt an das Labor weiterleiten.
00:11:17: Die können Blutab nehmen zum Beispiel und könnten sagen wir nehmen jetzt mal Blut ab Mal gucken was raus kommt und sie können auch direkt zum Röntgen schicken.
00:11:24: Also kleinere Verletzungen oder umgeknickter Fuß, muss man nicht in der Notaufnahme warten.
00:11:28: Kann man zum ärztlichen Bereitschaftsdienst gehen?
00:11:30: Die schicken ihn einem zu Röntgen und unsere Röentgenassistenten sind so ... schlau.
00:11:35: Wenn die im Röltgenbild was sehen, dann schicken sie sowieso in die Notaufnahmen weiter.
00:11:39: Da gibt es eine Art Kreis.
00:11:40: Dann rufen die an, da kommt einer, der hat, dass das versorgt wird.
00:11:44: Das klappt in fast allen Fällen wirklich sehr gut.
00:11:47: Zumal auch viele Kollegen beim ärztlichem Bereitschefsdienst arbeiten, die früher bei uns im Haus waren Die wir also auch kennen, die manchmal bei uns auch Auschiefsthienste machen.
00:11:56: Also das ist schon eine gute familiäre Struktur und
00:12:00: schon auch besser als wie früher, als es eben ausgelagert war.
00:12:03: Auch auf dem Klinikum Gelände war der erstliche Bereitschaftsdienst aber halt eben in einem extra Gebäude mit nem extra Eingang und doch relativ weit weg damals noch von der
00:12:13: Zentralmodaufnahme
00:12:14: wo wahrscheinlich die Zusammenarbeit.
00:12:16: wenn man dorthin ging Und Humpelte musste man dann halt, wenn sie einen weitergeschickt haben.
00:12:20: Dann nochmal durchs ganze Klinikumgelände weiter humpeln können.
00:12:22: Genau
00:12:23: da musste man weiter humpeln.
00:12:24: jetzt ist es so das gibt eine Tür zwischen Notaufnahme und Ärztlichen Breitschaftsdienst und wenn die da was sehen was für die kritisch ist also ne niedrige Sauerstoffsättigung oder jemand mit Torhackschmerzen wo die denken das ist ein akuter Infarkt oder im EKG sieht man was Schlimmes dann fahren die direkt zu uns rüber
00:12:39: Und das ist nämlich auch so, dass man bei ihnen im Wartepereich mal vorbeigeht oder sich mal kurz hinsetzt.
00:12:44: Man sieht natürlich ganz viele Menschen, denen man nicht anzieht, die krank sind.
00:12:47: Weil die wirklich schlimmen Fälle kommen wahrscheinlich per Krankenwagen?
00:12:52: Ja also... Das kann man so und so sehen!
00:12:56: Es kommen natürlich schlimmere Fälle per Krankenwagen aber von dem was Fußläufig in die Notaufnahme kommt weiß man, dass ein Sechstel schwer erkrankt ist und sofortige Hilfe braucht.
00:13:06: Das Problem der Steuerung bei uns, man kann einen Rettungsdienst trufen und er bringt da ins Krankenhaus mit den Rettungssanitätern.
00:13:16: Aber vielleicht könnte man auch mit einem Taxi fahren oder können sich von seinem Nachbarn fahren lassen.
00:13:22: aber das ist ein bisschen schwierig.
00:13:24: also wir kriegen auch mit Rettungen Patienten die im Rettingsdienst nicht kommen müssten.
00:13:28: okay Ich kann mir vorstellen ein Problem, sagen wir mal von Unruhe im Wartepereich den es ja sicherlich gibt.
00:13:38: Wenn der eine schon sehr lange da sitzt und der andere
00:13:42: kommt
00:13:42: vor ihm dran – das kennt man halt aus der Hausarztpraxis nicht unbedingt oder dann hat man den Verdacht, dass wäre vielleicht ein Privatpatient hervorgezogen wird!
00:13:52: Wie lässt sich das irgendwie transparent machen?
00:13:55: Oder lässt sich es frühzeitig deeskalieren, so nach dem Motto also guter Mann ihr gewachsener Fußnagel ist jetzt hier eigentlich eh bei uns nicht richtig.
00:14:04: Es kann mit dem Frühzeichen zu sagen dass er sich auf stundenlanges Warten anstellen muss weil da kommen Leute mit echten Problemen.
00:14:09: Also wir versuchen das.
00:14:11: Wir versuchen wenn es vorne bei der Anmeldung da wo eben Wenn die ärztliche Breitschaftsdienst noch nicht da ist und die Menschen quasi ein Einwartezimmer weiter zu uns in den Notaufnahmen bekommen Dann versuchen wir schon nach dem ersten Kontakt zu sagen, sie müssen bei uns nicht sein.
00:14:27: Wir machen dieses Triage-System Snet Contact Plus heißt das und dann kriegen die an Zettel.
00:14:32: Sie können am nächsten Morgen zum Hausarzt gehen.
00:14:33: Wir messen bei allen die Vitalparameter.
00:14:35: also wir gucken Blutdruckpulz Temperatur und Atemfrequenz einfach um die Red Flex wie würde ich sagen nichts zu übersehen.
00:14:44: Und wenn die Patienten bei uns bleiben müssen klären wir auf es wird lange dauern.
00:14:48: Das neurologische Patient ist nur eine Neurologin da.
00:14:52: Es wird dauern und wir haben uns jetzt entschlossen, dass wir auf einem Bildschirm einfach anzeigen ein bisschen wie viele Patienten sind gerade in der Notaufnahme aktuell weil man das sieht man von außen natürlich nicht und wie viel Dringliche sind.
00:15:05: also dass wir ein bisschen versuchen Ein Licht ins Dunkel zu bringen, damit die Menschen da draußen warten.
00:15:10: Sie gehen nicht vergessen.
00:15:12: Weil alle aufgenommen sind bekommen ein Bändchen, da ist der Name drauf und eine Kurd drauf.
00:15:18: Diese Namen sind bei uns gespiegelt in unserer Liste.
00:15:22: Also diese Liste an Patienten, die wir haben, ist immer identisch mit dem, was sich in den Notaufnahmen befindet, sodass vergessen geht keiner.
00:15:31: Das sage ich auch immer, sie sind aufgenommen im System.
00:15:35: Also der heutige Bereich, da ist ja deutlich aufgeräumt.
00:15:40: Ich kann mich alle anderen Notaufnahmen noch erinnern, als ich das selbst mal war.
00:15:45: Das war sehr unübersichtlich.
00:15:46: Man saß auch so um die Ecke rum und da wirkte es ganz wie eine Black Box auf einem.
00:15:50: Was machen sie da eigentlich?
00:15:51: Da sieht man immer Leute rumrennen, komme ich dann nochmal rein, sehen die mich noch ... Das macht glaube ich viel im Kopf aus.
00:15:59: Es ist einfach... Sie stellen sich vor, sie haben irgendwas Bauchschmerzen.
00:16:05: Und ihnen vielleicht auch ein bisschen übel.
00:16:07: Sie haben Bauchsschmerzen und alle schon zu Hause gemacht was man macht.
00:16:10: Das wird aber nicht besser.
00:16:11: Dann bekommen die Angst weil sie denken das ist irgendwie nicht normal.
00:16:14: dann gehen sie in die Notaufnahme da gehören sie vielleicht auch in den Moment hin und dann melden sie sich.
00:16:19: anderen heißt es, sie müssen lange warten und ihnen ist einfach einfach nicht gut ja?
00:16:23: Und dann ist es für den Menschen der auf sich fixiert ist in dem moment ganz schwierig zu sehen was mit den andern isst Und das ist einfach eine menschliche Situation.
00:16:35: Das ist so, und unsere Aufgabe ist es einfach da zu deeskalieren auch zu erklären Ich gehe manchmal wenn es sehr voll ist raus und guck mir alle einzeln an die Einweisung.
00:16:44: was steht drauf?
00:16:45: Wenn dann irgendwas ist wo ich denke okay dass ist kritisch sage ich Sie gehen jetzt als Erste dran!
00:16:50: Ich entscheide das jetzt.
00:16:50: sie dürfen sich jetzt sofort anmelden sie warten.
00:16:53: die Kinder ziehen wir eigentlich fast immer vor gerade so mit Schnittwunden weil Das liegt eher an den Eltern, dass die nicht dekompensieren als an den Kindern.
00:17:01: Damit man einfach so ein bisschen Ruhe reinbringt.
00:17:02: Aber es ist wie immer ... Die Kommunikation ist halt das A und U auf jeder Seite?
00:17:07: Ja.
00:17:07: Da muss man Stichwort Kinder sagen, weil da gibt's ja die Kinderkliniken.
00:17:11: Die sind ja ganz am anderen Ende der Stadt.
00:17:14: Man muss doch mal etwas Richtung die Bürgerstraße Alice-Hospital gehen.
00:17:19: Ähm... Und ähm ...
00:17:21: Die haben ja eigentlich bei ihnen in der Notaufnahme Kinder nix verloren,
00:17:24: oder?
00:17:25: Also internistisch kranke Kinder.
00:17:26: Mit inneren Erkrankungen haben wir in der notaufnahme nichts verloren aber natürlich alle Kinder mit Verletzungen stürzt auf den Kopf, verratsturzt was genäht werden muss das vielleicht unfar chirurgisch ist.
00:17:38: Das gehört auch zu uns vor allem wenn es im Kindergarten passiert ist.
00:17:43: das sind dann die berufsgenossenschaftlich versicherten Unfälle laufen dann über die Notaufnahme selbstverständlich.
00:17:49: Und wenn was akut blutet, muss man natürlich gucken.
00:17:52: Jetzt
00:17:53: nachdem wir dann die Aufnahme beendet haben im Podcast gehen Sie ja wieder an die Arbeit.
00:17:56: wie sieht denn jetzt so ein Tag bei Ihnen aus?
00:17:58: Genau
00:17:59: also unser Dienst beginnen... Also ich bin ja Oberärztin und nicht im Vordergrund im Arbeiten wo wir letztes so viele Patienten hatten dass wir alle Oberärzte im Vorderkund mit gearbeitet haben.
00:18:10: Ich komme um Achtung in der Regel in die Klinik.
00:18:12: Dann machen wir eine kurze Übergabe mit dem Nachtdienst, was vom Nachdienst übrig geblieben ist also internistische Patienten für die wir vorwiegend zuständig sind und für die komplette Organisationen der Notaufnahme sind wir sowieso zuständig, also aller Fachbereiche.
00:18:26: dann machen wir die Übergabe gucken was es noch an Patienten da?
00:18:28: Wir haben eine Beobachtungsstation.
00:18:30: das ist eine Station wo man Patienten hinlegen kann, die vielleicht einen Kampfanfall hatten.
00:18:35: Die nachbeobachtet werden müssen oder eine allergische Reaktion oder Stromunfall so ganz klassisch oder Bauchschmerzen, die im Labor nichts haben.
00:18:43: aber wenn man denkt das ist noch nicht so ganz gut wir machen nochmal eine Kontrolle am nächsten Tag dann werden die visitiert.
00:18:48: Dann gibt es die Frühbesprechung im großen Kreis mit allen anderen internistischen Kollegen um zu gucken was ist noch in der Notaufnahme?
00:18:55: Was braucht noch ein Bett?
00:18:56: wo ist noch Kapazität?
00:18:59: Und dann haben wir zwei Telefone, wir haben das Oberarzttelefon.
00:19:04: Das hat einer von uns.
00:19:05: Da geht alles drauf!
00:19:08: Anrufe des Rettungsdienstes, die Anrufen von Hausärzten, Hausärztinnen anrufen aus anderen Krankenhäusern, Anrufer aus dem Patientenmanagement... Was ist denn mit denen?
00:19:17: Braucht er jetzt ein Bett?
00:19:18: Also das ist sozusagen die Nummer für den Kuma sage ich immer.
00:19:22: Und dann gibt es ein zweites Telefon, das ist für die Triage zuständig.
00:19:25: Weil wir eben versuchen da wo Patienten angenommen werden bei der Anmeldung schon frühzeitig zu sagen Der braucht jetzt einen EKG, der braucht das Labor.
00:19:34: Der braucht hier eigentlich gar nicht sein.
00:19:35: Wir reden nur mit dem.
00:19:37: Da muss ich mal kurz auf den Bauch im Ultraschall halten.
00:19:39: Vielleicht sind die Bauchschmerzen einfach eine Blasenentleerungsstörung und die Blase ist so voll dass derjenige Bauch schmerzen hat.
00:19:45: also dass man da so'n bisschen schon sortiert und die Prozesse schonmal einleiten kann.
00:19:50: Das sind sie ganz schön.
00:19:51: multitasking unterwegs auf verschiedenen Ebenen unterschiedliche Themen.
00:19:55: Ja,
00:19:56: vielleicht weil der Begriff jetzt mehrfach viel und ich glaube den Leuten ist es eigentlich erst seit der Pandemie und der Frage ist unser könnte unsere System in den Überlastbetrieb kommt das Gesundheitssystem Triage.
00:20:08: Das kennt man auch aus dem Krieg, vom Feldschirr der gucken muss wer ist da noch überhaupt zu retten und wen muss man leider liegen lassen?
00:20:19: Was sind die drei Töpfchen, die da sortiert wird?
00:20:24: Genau also die rot triagierten, das sind die akut lebensbedrohlich erkrankten Patienten.
00:20:30: dazu gehören die Schockräume, wir hatten es vor den Vermeidungsdiensten ein Patient kommt nach einem Autounfall oder Fahrradunfall, oder Sturz aus Höhe.
00:20:40: Oder mit Wesensveränderungen, also er spricht nicht mehr, könnte einen Schlaganfall haben oder könnte eine Blutvergiftung haben, solche Sachen oder eine Hörnblutung haben.
00:20:49: Dann kommen die Patienten als rote Patienten Schockraum-Patienten.
00:20:52: da gibt es die Unfallchirurgischen und den Nichtunfallchirogischen.
00:20:56: das wird so grob geteilt.
00:20:58: wenn sie kommen Es gibt bei uns einen Alarm, es gibt ein Angriff vom Notarzt.
00:21:02: Es gibt einen Telefonalarm und dann kommen alle Experten, die für diesen einen, also unverchehrogischen Patienten zuständig sind, kommen in den Schockraum und warten auf einen Patienten.
00:21:13: Also da warten dann sechs, sieben Leute unterschiedlicher Vorabteilungen auf einen Patienten.
00:21:18: Dann kommt der Notarst, wird eine kurze Übergabe gemacht, dann wird der Patient umgelagert und geht die Arbeit los?
00:21:23: Das sind die absolut ... das sind die Patienten, weil man nichts macht sterben die im Hintergrund.
00:21:30: Orange-Geldenpatienten, die sind so ... Die muss man auch sehen.
00:21:34: Aber eben nicht sofort, sondern innerhalb von zehn bis dreißig Minuten.
00:21:39: Und dann gibt es die Grünen und Blauen.
00:21:42: Die Grünen sollte man innerhalb von hundertzwanzig Minuten sehen, und die Blauen hundertzwanzig plus.
00:21:47: Also das war's tatsächlich ein kleiner Abszess irgendwo am Finger.
00:21:53: Es ist unangenehm, muss gemacht werden, aber nichts, was man jetzt machen muss.
00:21:57: Hab ich einen blaues Bändchen?
00:22:02: Sie wissen, wir sagen es den Patienten zwar, aber das verstehen die nicht auf.
00:22:07: Aber bei uns in der Liste sind sie reagiert.
00:22:09: Sind sie farblich reagiert?
00:22:13: Wo es vorhin von hatten was das Bild der Notaufnahme erprägt ist die Fernsehserie.
00:22:17: In der Fernseheserie tauchen die blauen und grünen und gelben ja eigentlich gar nicht auf.
00:22:22: Die Fernseeserie zeigt die notaufnahme quasi als Echo.
00:22:26: kann man das Katastrophenfilms, würde ich mal sagen.
00:22:29: Wie oft kommt denn das vor?
00:22:31: Kommt es überhaupt vor?
00:22:32: Das erleben Sie das?
00:22:35: Also wir erleben schon dass wir drei vier kritische Patienten relativ zeitgleich bekommen also Unfallchirurgisch-Laganfall selbst ist oder im Herzinfarkt so die großen Dinge.
00:22:45: Das kommt schon vor dass sie relativ zeit gleich kommen und dass alle Kapazitäten die wir haben mit diesen drei vier Patienten beschäftigt sind.
00:22:53: Das kommt schon vor.
00:22:54: Es kommt nicht so oft vor, was kommt vor?
00:22:56: Wir haben zum Beispiel letzten Montag ... Also im Moment ist es, haben wir ein maximal steigender Anzahl an Patienten die sich bei uns vorstellen.
00:23:03: Neunzig Rettungsdienstzuweisungen in den vierundzwanzig Stunden.
00:23:06: Okay das ...
00:23:07: Genau!
00:23:08: Wo ist die Fußläufer?
00:23:09: Die habt ihr, ne?
00:23:10: Auch noch mal, siebzig oder achtzig.
00:23:12: Warum steigt die Zahl
00:23:14: dann?
00:23:16: Also in Darmstadt sind wir ja im Prinzip als Maximalversorger das einzige Haus und im Moment mit der Planung, der Holding mit Elisabethenstift gibt es da Verschiebungen natürlich.
00:23:26: Und langfristig werden wir eine Notaufnahme nur hagen also dass aus dem Elisabettenstift quasi dann zu uns rübergekommen wird.
00:23:34: Das sind nochmal so zwanzigtausend Patienten im Jahr Und wie im Moment sind wir bei dreieinfünfzigtausend im Jahr.
00:23:39: Das heißt, wir werden so bei seventy-fünfzehnten im Jahr landen und das ist schon eine logistische Herausforderung die räumlich und auch personell zu Prozessieren.
00:23:52: Das ist ne große Aufgabe.
00:23:53: es gibt einige so große Häuser.
00:23:55: Neukölln ist eine sehr große Notaufnahme in Berlin Die natürlich andere Verletzungsmuster haben dass ist Darmstadt noch ein seliger Ort sozusagen.
00:24:03: Wir haben wenig wirklich Gewalt Situation Es gibt mal Messerstechereien, Schussverletzungen gibt es eigentlich überhaupt nicht.
00:24:11: So Fußballspiele und Volksfeste?
00:24:13: Merkt man
00:24:13: da was?
00:24:14: Ja zum Glück ja merkt man aber dann merkt er eher den Alkohol.
00:24:18: weil's zum Glück hat haben die Rettungsdienstvereine Rote Kreuz zum Beispiel beim Heinerfest ein großes Zelt.
00:24:25: Da wird schon viel abgefangen Und die Sanitäter die auf dem Heiner fest rumlaufen fangen viel ab.
00:24:30: zum Glück Das war früher nicht so und bei den Fußballspielen ist glaube ich auch in Rettungswagen sowieso vor Ort.
00:24:36: Da wird auch schon einiges abgefahren.
00:24:38: Kommt natürlich immer mal, aber das ... wird besser.
00:24:42: Gut
00:24:43: ja sehr viel los, sehr viel Trubel.
00:24:46: Das nächste Thema wollen wir uns sagen?
00:24:48: Wir hatten es ja schon angeschnitten, aber können jetzt noch vertiefen.
00:24:51: Aber zuerst eine kleine Fragerunde!
00:24:57: Es gibt doch bestimmt auch Patienten die sich freuen wenn sie von ihnen gut behandelt wurden.
00:25:02: Worüber freuen Sie sich dann mehr?
00:25:04: über eine Schachtel Praline oder einen Blumenstrauß?
00:25:07: Also Essen ist immer gut.
00:25:08: Also Essen für das
00:25:09: ganze Team dann?
00:25:10: Essen ist fürs ganze Team immer gut und sie glauben gar nicht, wie schnell die Schokolade immer weg ist, die dann gebracht wird.
00:25:15: Wir freuen uns natürlich auch, wir kehren manchmal kleine Karten dazu geschrieben und danke schön als.
00:25:21: wir freuen uns schon wenn es gewertschätzt wird was wir machen alle.
00:25:26: Wenn Sie eine Pause brauchen, was hilft?
00:25:28: mehr Frischluft oder Espresso?
00:25:31: Espreso!
00:25:32: Vielleicht ein Espresse an der frischen Luft.
00:25:34: Oder so genau.
00:25:36: Und zur Nervenprophylaxe, welche Infusionen ist in der Libre?
00:25:40: Kurkuma oder Ingwer-Shot?
00:25:43: Oder keins von beiden.
00:25:46: Weiß ich gar nicht ... Ich bin ein Kaffee-Junkie.
00:25:48: Also Kaffees und Wasser!
00:25:51: Wir haben ja schon sehr langer Zeit Wasserzapfanlagen.
00:25:55: Wir haben vor ca.
00:25:55: für vierzehn Jahre einen Umfeldpreis bekommen.
00:25:59: Das Darmstötterwasser schmeckt hervorragend.
00:26:01: Und wir kriegen das gespudelt.
00:26:03: Wir laufen alle mit so Glaskaraffen immer rum Und ich bin ja ne Frohlogin, hier muss man ja ordentlich spülen.
00:26:09: Also wir trinken sehr viel Wasser!
00:26:12: Für die Waschmaschine ist es nicht so toll aber zum Trinken
00:26:14: das verteilt Geschmack.
00:26:15: Das klang ja schon an in der Notaufnahme.
00:26:27: Diverse, sehr verschiedene Bedürfnisse gerade und nicht jeder blickt durch.
00:26:34: Warum aber reagieren manche Leute dann auch völlig über?
00:26:38: Also in welchen Situationen geschieht das?
00:26:41: mit welchem Stresslevel, was beobachten Sie da mit welchem Hintergrund, was für Leute sind es?
00:26:49: Meistens sind es die Angehörigen, die in ihrer Hilflosigkeit überreagieren und sich dann beschweren, dass der Vater die Mutter der Angehörige schon so lange warten muss.
00:27:01: Und er ist so kranker und er ist doch Notfall.
00:27:03: Manche kommen glaubt mal... Ich bin ein Notfall!
00:27:06: Und dann sag ich ja wir schauen nach.
00:27:08: Ein Notfall definieren wir nicht der Patient.
00:27:14: Im Allgemeinen hat man den Eindruck das die Erziehung maximal nachgelassen hat.
00:27:18: also bitte und danke zu sagen und höflich zu sein und zur Seite zu gehen und zu warten es jetzt glaube ich in allen Bereichen rückläufig sagen was mal so.
00:27:28: Und wenn man dann eben Schmerzen hat oder sich Sorgen macht, oder Angst hat.
00:27:32: Dann fehlt jegliche Steuerung, hab ich manchmal den Eindruck und ...
00:27:38: Ist ganz schlimm ausgehen.
00:27:39: wir haben ja letztlich, war das nicht vor einem halben Jahr?
00:27:42: Dieser Mitarbeiter des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Arzt wurde zusammengeschlagen.
00:27:47: Er wurde
00:27:48: intensiv schlichtig geschlagen auf der Intensivstation.
00:27:52: Und das war auch eine Nichtigkeit der Frau, die da war.
00:27:58: Der Angehörig ist maximal ausgerastet und ...
00:28:02: Was kann man denn dagegen tun?
00:28:04: Kann Deeskalation ... Inwieweit kann man das lernen und steuern?
00:28:09: Und inwieweit braucht es einfach Menschen, die dastehen und eine gewisse Kreuzbreite haben und sagen bis hierhin nicht weiter?
00:28:16: Also wir haben Menschen, die da stehen.
00:28:18: Wir haben jetzt beim Ärztin Barthausdienst unter uns einen Sicherheitsdienst stehen.
00:28:22: Der steht einfach nur da und dirigiert auch so ein bisschen die Menschen.
00:28:26: Sie dürfen sich jetzt anmelden, sie müssen jetzt noch warten wie bei ... Was ist das?
00:28:30: Eine Disco früher?
00:28:31: Ja, beim Loop oder was?
00:28:33: Das gibt es ja auch, wenn man seinen Personalausweis abholt oder sowas.
00:28:35: Genau!
00:28:36: So ähnlich genau.
00:28:38: Die gucken einfach und gucken dass Ordnung ist.
00:28:40: also das ist seitdem Da, und wir haben auch ... Das Polizeipräsidentium ist ja um die Ecke.
00:28:45: Wenn wir die Polizei rufen, sind sie in Ratzfahrts da.
00:28:49: Die sind wirklich sehr schnell da.
00:28:51: Und ich bin dazu übergegangen, null Toleranz zu zeigen.
00:28:56: Also wenn ich im Wartepereich vorne bin und erkläre warum was wie lange dauert und dann fragen alle, darf ich fragen?
00:29:02: Seil ich natürlich jeder da fragen, dann versuche ich zu beantworten.
00:29:05: Wenn der jemand laut wird, bitte ich ihn einmal normal zu sprechen.
00:29:10: Bitte senken Sie Ihre Stimme, wir können noch mal reden.
00:29:12: Ansonsten lasse ich sie vom Sicherheitsdienst rausbegleiten.
00:29:15: Also ich toleriere nicht mehr verbale Entäußerungen.
00:29:18: Da bin da sehr streng geworden auch in der Notaufnahme.
00:29:23: Aus Erfahrung?
00:29:24: Aus Erziehung!
00:29:25: Ich sag immer, Sie haben ein Problem und wollen was von uns.
00:29:27: also seien Sie anständig mit uns.
00:29:29: Sonst können wir Ihnen doch gar nicht helfen.
00:29:31: Die Gefahr besteht ja auch, dass der eine den anderen hochschaukelt.
00:29:34: Wenn einer einmal einen bestimmten Ton setzt dann geht es her drunter kaum noch.
00:29:37: Ja das ist ganz spannend.
00:29:38: also in diesem Wartepereich der Notaufnahme, wenn da einer eskaliert und wir oder ich trete da relativ streng auf.
00:29:46: Dann nicken alle immer um mich rum und dann sagen sie das
00:29:49: haben Sie gut gemacht
00:29:50: weil die natürlich auch genervt sind.
00:29:52: Also der da in Ruhe wartet ist genervt davon, wenn er eine Rumticker hat.
00:29:56: Und es ist noch nicht mal der Patient der Rumtickert sondern es sind die Angehörige in der Regel und manchmal kommen natürlich zu viele Angehöre mit.
00:30:03: Da sind dann fünf Angehöhre für die Mutter.
00:30:06: Das is ja löblich.
00:30:08: oder es sind irgendwie fünf Jugendliche mit der Freundin, die das schlecht gegangen ist und die dann von allen Fünf Händen gehalten wird.
00:30:15: Und das ist ein Notfall und sie müssen ... Also da fehlt manchmal so die Einschätzung im Kontext.
00:30:23: Dann muss man eben reden und noch mal reden.
00:30:27: Und Sie haben einen Sicherheitsknopf in der Tasche?
00:30:30: Genau!
00:30:30: Wir haben einen Sicherheitspieper.
00:30:31: Wenn man den zieht, so nen Sicherheitsnubbel nennen wir den, dann wird's ganz laut.
00:30:35: Weil natürlich in diesen In diesen Notaufnahmen haben wir so viele Zimmer.
00:30:40: Wenn im Zimmer was passiert, kann ja ... Das hört keiner.
00:30:43: Oh ja?
00:30:45: Deswegen kann jeder Mitarbeiter benutzen, der das möchte.
00:30:50: Und wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern?
00:30:52: Gibt es denn auch Angebote für Präventionskurs oder Selbstverteidigungskurse?
00:30:57: Es gibt die Eskalationskurse, die angeboten werden.
00:31:00: Nur ist unser Zeittag zu eng, dass wir manchmal keine Zeit haben, solche Kurse zu versuchen!
00:31:06: Aber das gibt es schon und wir haben ja im Klinikum die psychosoziale Krisenbegleitung.
00:31:11: auf kollegialer Ebene etabliert.
00:31:13: Das macht die Lotteschwärzel unserer Psychologie, hat das etabliert und ich bin da auch ausgebildet so dass wir auch intern wenn irgendwie was Blödes passiert oder wenn die Mitarbeiterinnen angegangen werden oder angegriffen werden.
00:31:25: Ich sage dann immer ruft uns, ruft mich!
00:31:26: Ich habe ein breites Kreuz, ich kann ganz anders mit den Patienten umgehen.
00:31:30: Wenn die Mitarbeiterin Pflege sagt zu dem Patienten ne sie sind hier nicht richtig Sie müssen zum Hausarzt Und dann fängt der an, rumzumeckern.
00:31:38: Dann komme ich und sage ... Sie müssen zum Haus setzen?
00:31:41: Dann sagt er, ja ist gut!
00:31:44: Also das ist dieser Arzt-Bohnen.
00:31:45: muss denn sie da gemacht
00:31:47: haben?
00:31:47: Ärztinnenwohnen?
00:31:49: Auch das vielleicht.
00:31:50: Da muss man die Leute schon ein bisschen schützen und sagen macht ihr nichts draus ist halt so.
00:31:53: Zum Klinikfusionen, wo du nix mehr fragen, das machen wir im nächsten.
00:31:58: Genau, das passt sehr gut.
00:32:00: Denn in unserer ... Dritten Runde soll es um Personalmangel auf der Station gehen, wozu auch eben gut passt das ja mit die Kliniklandschaft in Daimstadt sich verändert und ist auch sehr gut.
00:32:12: passt.
00:32:12: Dass sie berufspolitisch aktiv sind und ja auch Wert darauf legen dass Frauen auch gefördert werden im Beruf weil es ja auch einen Unterschied macht vielleicht ob nur Männer oder auch Frauen auf der station sind wie Teams arbeiten Bevor wir da rangehen, aber wieder unsere Fragerunde.
00:32:36: Minstmal wieder stressig war in der Notaufnahme
00:32:38: abends.
00:32:39: Liebe Jobben oder mit einem Buch auf Sofa?
00:32:46: Das sind so schwierige Fragen weil beides im Arbeitsleben überhaupt nicht reinpasst.
00:32:50: also wenn Stress
00:32:52: heim und sind kaputt.
00:32:53: Ich bekomme nach Hause und manchmal muss ich ehrlich sagen koche ich gerne weil das Kochen für mich eine meditative Tätigkeit ist Und dann kann ich ein bisschen abschalten,
00:33:04: ja?
00:33:05: Mit der Sation am Herd.
00:33:07: Da wart ich schon die ganze Zeit drauf seit Jahren, dass mir das auch mal so geht als ... Ich find's eher immer so ein notwendiges Übel aber gut!
00:33:15: Ja gut, jetzt ist die Frage zum Abschalten.
00:33:17: Lieber Dr.
00:33:17: Schivago oder Dr.
00:33:18: Haus?
00:33:19: Sie gucken nicht Fernsehen!
00:33:20: Ich gucke nicht Fernsehenein.
00:33:22: Nicht viel.
00:33:24: Nein, nein... Wir haben auch kein Netflix, wir sind Old School.
00:33:27: Also ich hab halt manchmal noch abends was zu tun.
00:33:29: oder mein Mann isst zu Hause dann reden wir.
00:33:31: Wir reden sehr sehr sehr viel und wir reden auch viel über Literatur.
00:33:35: Mein Mann liest viel Thomas Mann, dann erzählt er mir davon.
00:33:37: also das ist mehr so ... oder er macht Musik.
00:33:43: Also Pasternak, Schivago nur gelesen oder auch gesehen mal?
00:33:47: Das ist ja schon
00:33:47: ein bisschen länger.
00:33:48: Mit dem Hylbrunner ist das doch, oder?
00:33:50: Ja, das habe ich mal gesehen.
00:33:53: Bei Stress auf Stationen wenn man so in die Tischkante beißen könnte was man nicht tun soll um die Zähne zu schon... Was machen sie?
00:34:01: Bällchen drücken oder schreien die nächste Mülltonne?
00:34:05: Ich schreihe fast nie und wenn ich sehr böse werde, werde ich sehr leise!
00:34:09: Das wissen meine Mitarbeiter auch.
00:34:12: Das ist viel gefährlicher bei mir.
00:34:13: Genau, genau.
00:34:15: Dann lieber Bällchen drücken oder ... Also wenn ich sehr aufgeregt bin, dann renne ich rum.
00:34:21: Dann hab' ich so einen Bewegungstrang und dann mach ich so fünfzig Runden im Zimmer, dann ist auch wieder
00:34:25: gut.
00:34:28: Noch sitzen wir hier ganz entspannt!
00:34:30: Ich bin auch ganz entspannend...
00:34:33: Wie viele Stellen haben Sie denn gerade?
00:34:35: Wie viel Personal beschäftigt?
00:34:36: eine Notaufnahme zu einem großen Klinikum?
00:34:39: Genau, also die Klinik für akute Notfallmedizin, so heißt das mittlerweile.
00:34:45: Die interdisziplinäre Notaufnahme ist geführt von einem Chefarzt, Dr.
00:34:49: Pedersen, der ist Unfallchirurg und hat auch die Zusatzbezeichnung klinischer Akute-Notfall-Medizin, die vorgeschrieben ist für diese neuen interndisziplinären Notaufnahmen wie wir es nennen.
00:34:59: Und wir haben einen Personalstock mit Oberärzten und Chefs von sechzehn Personen.
00:35:05: Das ist ziemlich viel Inneren Medizin, um die geht es jetzt in dem Fall.
00:35:11: Meine Mitarbeiter zu zweit in einer Schicht arbeiten also die Früh spät und Nachtschicht ist gedoppelt weil wir eben so viele Patienten haben und weil wir auch für alle Notfälle als First Responder also nicht Renimationsteam aber als first responder auf einem gesamten Campus Erdgeschossgelände zuständig sind.
00:35:30: Also wenn ein Patient vorne auf dem Vorplatz umfällt Ach so.
00:35:34: Dann müssen wir dahin rennen, wenn irgendeine andere umfällt, müssen wir auch dahinrennen.
00:35:38: Wenn im CT jemand schlecht wird, dann müssen wir hin.
00:35:41: Wenn unten im Souterrain, wo die Strahlentherapie ist, jemand schlecht wird, müssen wiederhin.
00:35:45: Das heißt, wir haben quasi noch ein paar Außenaufgaben zu tun und deswegen sind wir gedoppelt aus der Covid-Zeit heraus, wo ein Kollege in einem Covid-Bereich war, dann war er weg.
00:36:00: Und dann haben wir natürlich die Unfallchirurgen, wo immer aus der unfallchirogischen Klinik am Tag zwei in der Notaufnahme sind.
00:36:08: In wechselnden Schichtbesetzungen.
00:36:10: Dann haben wir eine neurologische Kollegin, die immer für die Notaufnahmen zuständig ist.
00:36:17: Der Schlaganfall-Patient werden von dem Schlaganvallarzt mit versorgt.
00:36:21: Wenn es mehrere Schlaganfälle sind, die zeitgleich kommen müssen das Bier mitmachen Und alle anderen Abteilungen, also die Orologen, Gynäkologie und Allgemeinchirurgie, kommen alle nur auf Zuruf.
00:36:34: Tagsüber gehen die Patienten dann dort in die Ambulanzen, wenn sie da sind.
00:36:38: Und nachdem die Amulanzen geschlossen haben so zwischen zwei und vierzehn Uhr, dann kommen die in die Notaufnahme runter.
00:36:44: Das heißt wir sind primär auch für diese Patienten zuständig dass du das richtige Labor bekommst aber letztendlich die Entscheidung was mit denen passiert machen dann die anderen Fachgebiete.
00:36:57: Wir reden von ärztlich nur, ne?
00:36:59: Ja.
00:37:00: Aber das ist ja schon so ein breites Spektrum und wenn man dann denkt wie schwer die Menschen oftmals krank sind mit denen sie zu tun haben, ist es eine wahnsinnshohe Verantwortung medizinisch.
00:37:13: Daraus folgt auch wieder eine juristische.
00:37:16: Wenn Sie was falsch entscheiden, dann haben Sie wahrscheinlich einen Rechtsanwalt ... Ich weiß nicht, ob sowas passiert.
00:37:26: moralisch natürlich auch, weil sie versuchen ja jedem zu helfen und wahrscheinlich sage ich jetzt mal gelingt es natürlich nicht bei wirklich jedem oder
00:37:34: Ja, ich habe vergessen eine Fachgruppe die sehr wichtig für uns ist.
00:37:38: Die Anästhesisten, die immer dann kommen wenn der Atemweg nicht gesichert ist, wenn die Beatmung laufen muss, wenn der Kreislauf nicht funktioniert also wenn wir noch mehr Expertise quasi brauchen um so eine lebensbedrohliche Situation bei einer Renimation hinzukriegen.
00:37:52: das wollte ich nur sagen sie sind auch und die kommen auf zu Ruf ne?
00:37:55: Die kommen immer Tag und nach Sonntag, Feiertag immer.
00:37:59: Wir haben ja ganz offiziell den hypocratischen Eid geschworen, wobei ich in der Universität Frankfurt in dieser Linken Uni damals bekam an seinen Approbationserkunde per Post mit Rücknahmeschein.
00:38:15: Da war keine Feier, da war überhaupt nichts.
00:38:16: Also da war nix romantisches dabei aber egal.
00:38:19: Ich glaub ich auch, jetzt kann mich auch noch nicht so erinnern.
00:38:22: Ja, vor allem in den Sieb-Achtern.
00:38:23: Ah, neunzigern war das so oder war es nicht?
00:38:25: Heute ist das anders.
00:38:26: Also wir sind natürlich primärmedizinisch zusch...
00:38:30: verantwortlich,
00:38:31: also in dem Wissen was wir gelernt haben.
00:38:34: Was wir entscheiden können?
00:38:35: Wir sind Fachärzte wie Oberärzte.
00:38:37: Wir können entscheiden.
00:38:38: unsere Weiterbindungsassistenten sind noch keine Fachärste.
00:38:41: die müssen mit uns Rücksprache halten.
00:38:43: wenn sie zum Beispiel jemand nach Hause lassen weil sie sagen der braucht keinen stationären Aufenthalt dann besprechen die das mit uns.
00:38:48: kann man den heim schicken kann man es verantworten ja oder nein und dass verantworten wir natürlich medizinisch mit dem, was wir gelernt haben.
00:38:56: Wir müssen uns auch immer auf den neuesten Stand halten und immer Fortbildungen machen.
00:38:59: Dazu müssen wir fünfzig Fortbildungspunkte im Jahr generieren von unserem Berufsrecht aus, der Ärztekammer aus.
00:39:07: Das ist vorgeschrieben, das machen wir auch.
00:39:09: Wir machen intern sehr viele Fortbildung.
00:39:12: Und wir haben natürlich im Klinikum die Möglichkeit ... immer zu telefonieren.
00:39:17: Also wir haben so viel Expertise im Haus, dass wir die Kollegen aus jeder Abteilung anrufen und sie fragen können was soll ich in der machen?
00:39:24: oder bei den Krebspatienten zum Beispiel welche Antibiotikatherapie?
00:39:29: sollen wir das jetzt sofort machen?
00:39:31: Sollen wir warten, dass man einfach die Expertise der anderen Abteilungen von Humvee mitnimmt.
00:39:36: Und wenn man das oft genug macht, dann lernt man es natürlich auch.
00:39:39: Natürlich
00:39:39: auch der Vorteil von so einem großen Haus ... Man hört ja ganz viel Kritik im privaten Kreis von Wegenhardt.
00:39:44: Das Klinikum ist so groß und da geht man doch verloren und so.
00:39:47: Aber einer der großen Vorzüge einer großen Klinik ist genau das, was Sie gerade beschreiben, dass man wirklich sehr viele Leute um sich herum hat, die eben wissen.
00:39:56: Genau, wenn sie zum Beispiel einen Grip erkranken?
00:40:00: und ins Klinikum kommen, sie haben eine Krebserkrankung.
00:40:03: Dann gibt es ein Tumor-Bord und dann wird zusammen mit allen die dazugehören besprochen was man ihnen als Therapie anbietet.
00:40:11: also ganz konzentriert das gibt es mittlerweile für den Kopf auch Gefäßboard.
00:40:15: Also da ist schon... Man hat schon versucht in der Medizin zu gucken.
00:40:19: Da kann ich jeder alleine vor sich hinwurschen, man muss das zusammen machen Aus welcher Abteilung kommt welche Idee und was kann man den Patienten anbieten?
00:40:26: Das zweite war, was sie ansprachend war die juristische Frage.
00:40:29: Wir sind natürlich eine Großhaftlicht versichert auch über das Haus auch natürlich privat Und haben da auch Rückhalt.
00:40:35: also wenn da irgendwas passiert wo ein grober Schaden entsteht dann sind wir auch Haben wir einen Rückhalt im haus.
00:40:43: in der Regel Passieren grobe Behandlungsfehler oder fahrlässige Behandungsfehler, das ist schon sehr selten.
00:40:49: Ich bin ja auch in der Arztekammer im Präsidium.
00:40:51: Wir haben die Berufsgerichtsbarkeit In der Kammer und da werden auch die berufsgerichtsparen Fälle besprochen.
00:40:58: Das ist jetzt nicht Dass gro dass jemand stirbt weil einer falsch behandelt hat zumindest nicht was ich übersehen kann.
00:41:07: Das dritte isst die moralische Institution.
00:41:10: das ist je jünger mann ist umso mehr Wie soll ich sagen, umso mehr fühlt man mit den Patienten auch mit natürlich.
00:41:20: Der tut an deinem Leid.
00:41:21: wenn zum Beispiel jemand sagt er möchte sich nicht behandeln lassen, er möchte jetzt gehen dann sind die jungen Assistentinnen die sagen ja der kann doch nicht gehen das ist doch gefährlich und dem muss ich doch überreden sage ich nein.
00:41:31: eine sagt er möchtet nicht behandelt werden.
00:41:32: man hat auch einen Recht darauf Nichtbehandel zu werden.
00:41:35: Man hat ein recht auf Nichtinformation.
00:41:37: Das hat man auch und das muss man eben akzeptieren Und die Menschen darüber aufklären was die Konsequenz sein könnte.
00:41:43: Ist
00:41:43: denn, in der Notaufnahme
00:41:46: kann da jeder junge Arzt bedenkenlos eingesetzt werden?
00:41:51: Weil wenn ich in der Fachabteilung bin dann habe ich ein deutlich engeres Spektrum an Symptomen und diagnostischen Möglichkeiten als bei dieser Frontstellung.
00:42:02: Also maximale Breitbanddarstellungen von allen möglichen Leiden haben Muss man da besonders erfahren sein
00:42:10: schon?
00:42:11: Also es wäre gut, wenn man besonders erfahren wäre.
00:42:13: Aber diese persönlichen Ressourcen haben wir natürlich nicht.
00:42:15: Die Besonders Erfahrenden sind nicht die, die unbedingt in einer Notaufnahme arbeiten wollen.
00:42:19: Es sei denn sie sehen maximal notaufnahme Affin.
00:42:21: Die gibt das natürlich auch.
00:42:23: aber die jungen Kollegen und Kolleginnen halten natürlich immer Rücksprache also mit den anderen Abteilungen mit uns Oberärzten.
00:42:32: Wir haben jetzt neu die Chest Pain Unit Station eröffnet.
00:42:34: CPU heißt alles was Herzkrank ist und was perspektivisch in der Aufgenommen werden muss im Haus, geht auf die CPU.
00:42:43: Dort sind Kardiologen im Hintergrund und im Vordergrund fast Kardiologen oder Fachärzte.
00:42:49: Die entscheiden dann, braucht er ein Herzkarteter?
00:42:53: Kann der wieder nach Hause gehen?
00:42:54: Und das ist alles schon sehr gut processiert.
00:42:57: Ich sage meinen Assistenten wenn sie anrufen und sagen störe ich sag' ich nein!
00:43:01: Stößt nicht, dafür ist mein Telefon da und auch nachts.
00:43:04: Und ich lasse mich lieber zehnmal anrufen und es ist vielleicht neu mal für mich jetzt nicht so dringend erscheinend aber für den Mitarbeiter wichtig.
00:43:15: Wir müssen ihn natürlich auch stärken.
00:43:16: wenn die sagen, ich habe jetzt die Idee für diesen Patienten und isst die richtig?
00:43:21: Ich sage dreimal bei dreimal das ist richtig dann macht er das beim vierten Mal weil er weiß dass es richtig Und muss nicht noch mal nachfragen, also auch die Lernkurve der Mitarbeiterinnen gilt es von uns quasi zu stärken und mitzubegleiten.
00:43:35: Aber da ... Der Stressfaktor ist ja in der Notaufnahme normal sehr hoher.
00:43:40: Gleichzeitig hab ich natürlich nicht so die Befriedigung, wie ich's mir vorstelle, maximal vielleicht bei den Geburtsstationen, wo ich einen Patienten durch ein Prozess begleite.
00:43:50: Macht sich das beim Personal
00:43:53: bemerkbar?
00:43:54: Ähm... Das Belastende einer, in der Notaufnahme ist der Schichtdienst.
00:43:59: Und das Gute der Not-Aufnahme ist die Schicht-Dienste.
00:44:01: Weil es gibt einfach Mitarbeiterinnen, die sagen ich hab meinen Kind vormittags versorgt Ich kann vormittags arbeiten oder die sagen mein Mann ist nachmittags da dann kann ich auch nach mittags arbeiten.
00:44:14: und die sagen ach ich mach lieber zwei drei Nachtdienste weil wenn ich da morgens heim komme ist das Kind schon in der Kita und ich muss mich kann schlafen.
00:44:21: das kommt ganz auf den auf dem Lebensweg an wie Wie die zeitliche Anspruchnahme ist.
00:44:27: Wenn Sie auf Station arbeiten, fangen Sie morgens um acht an und wenn Sie Glück haben sind Sie arme um sechs fertig jede Woche von Montag bis Freitag.
00:44:34: dann haben sie am Wochenende noch Besiedendienst oder Sie haben einen Hausdienst.
00:44:37: also das ist von der Anspruchname genauso hoch.
00:44:40: in der Notaufnahme ist es ein bisschen flexibler weil bei mir zumindest meine Mitarbeiter sich wünschen können wie sie arbeiten und ich versuche dass auch Wenn es damit so lange gerecht ist und jeder früh nach einer Spätdienste macht, der eine sagt, ich habe Donnerstags immer Tanzkurs.
00:44:55: Kann ich da vielleicht immer einen Frühdienst haben oder ein Nachtdienst?
00:44:57: Dann gucke ich, dass sich das so hinkriege.
00:45:00: Und was ihr vorhin fragt, die Fluktuation ... Es ist befriedigend, wenn jemand kommt mit Bauchschmerzen.
00:45:07: Sie diagnostizieren eine Blindamenzündung der wird operiert und hat keine Schmerzen mehr.
00:45:12: Das ist befridigend.
00:45:13: Jemand kommt und hat Schmerze und sie können die Schmerz lindern.
00:45:16: das ist befriedigend.
00:45:17: ja also ich glaube dass diese sehr unmittelbare Behandlung Diagnostik und Behandelungen, die wir schon machen können Die ist schon gut.
00:45:27: Ja Wir haben alle Diagnose die wir brauchen.
00:45:30: Wir kriegen die auch zu der Zeitpunkt, wo wir sie brauchen und nicht am nächsten Tag.
00:45:35: Also es ist schon für manche fast schöne eine Notaufnahme zur Arbeiten weil Sie einfach den Patzetten ... Sie haben den Tier fünf Stunden da und dann haben Sie ihn fertig gepackt, dann geht er auf Station Und dann wissen Sie okay, da muss noch das und das laufen.
00:45:46: aber so im ersten Setting haben wir Das gemacht, das Beste gemacht und haben den auch einen richtigen Weg gebracht und müssen nicht viele Arztbriefe schreiben und Tippen und lange Visiten machen zweischneigt.
00:45:59: Deswegen macht man in dieser Weiterbildung alles.
00:46:01: Genau, also sie sind da schon Fan von diesem Job.
00:46:06: Arztbrief machen Sie nicht und das machen glaube ich auch keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kriegt man auch nicht bei Ihnen?
00:46:11: Wir machen Arzt-Briefen natürlich wenn die Perzetten nach Hause sind auf Stationen, wir dokumentieren schon alles.
00:46:15: Wir machen Arbeitsunfähigkeiten nur für die Begehlichen, also für die Berufsgenossenschaftlichen an der Regelwege und Fälle oder... Das machen uns Unfallchirurginnen.
00:46:24: Internistisch gibt es eigentlich keinen Grund einen berufst genossenschaftliche Erkrankheit zu erleiden und krankgeschrieben zu werden.
00:46:33: Ja, jetzt haben Sie vorher schon gesagt, Sie haben selber ein breites Kreuz also den Mitarbeiter können zu Ihnen kommen und die Wüsten-Patienten kriegen sie auch in Griff.
00:46:40: aber trotzdem früher gab es ganz viel Hierarchien in der Medizin.
00:46:44: ich habe einmal bei so einer Besprechung dabei wo wirklich der Chefarzt reinkam, die besten Plätze hatten die Chefärzte und die Assistenzärzte standen im Kreis Romo dürfen sich gar nicht mal hinsetzen.
00:46:55: Gibt's doch was immer noch, diese Hierarchien?
00:46:58: Die Hierarchen gibt es immer noch.
00:46:59: also die Medizin ist das hierarchischste Unternehmen, was ich kenne weil vielleicht auch der Weg zu einer hohen Position
00:47:07: ja
00:47:07: auch mit viel Blut und Tränen quasi verknüpft ist.
00:47:10: aber dass es leider immer noch so in vielen Bereichen dieser diese modernen Führungsstrukturen gemeinsam entscheiden da gibt es glaube ich ein paar Schlagwörter.
00:47:19: Das hat sich in der Medizin noch nicht wirklich durchgesetzt.
00:47:22: Es gibt natürlich Chefs, neue Chef-Chefinnen die anders sind.
00:47:28: Also sie versuchen tatsächlich auf so einem Miteinander zu agieren.
00:47:33: Wobei natürlich man als Chef oder als Chefin letztendlich auch verantwortlich ist für alles.
00:47:38: und wenn Sie jetzt sagen, als Chef Sie haben jetzt irgendwie ... Sie möchten dass es so und so gemacht wird und das kommt in tausend Jahrarbeits entgegen dann sagen Sie irgendwann, es reicht jetzt ich entscheide das weil ich bin auch letztendig verantwortliche.
00:47:49: Ich sage immer Chefsticht, Oberarztsticht Assistent.
00:47:52: Klingt ein bisschen doof.
00:47:53: aber ja es ist so, manche Prozesse müssen dann eben so laufen wie sie laufen weil die auch von anderen Seiten gesteuert werden und wir sind keine basisdemokratische Laden.
00:48:03: das geht natürlich nicht.
00:48:05: Aber ich habe gerade eine Mail bekommen von bei der Notfallmedizin in so einer Ich habe die AG Frauen gegründet in dieser Notfallmedizinischen Fachgesellschaft, weil es sie nicht gab.
00:48:16: Und jetzt haben wir gerade eine Einladung geschickt für eine Fortbildung irgendwo in Bayern.
00:48:21: Da sind nur männliche Referenten
00:48:23: drauf.".
00:48:24: Das heißt, die Frauen sind überhaupt nicht sich da?
00:48:26: Das ist hier ein großes
00:48:27: Thema!
00:48:27: Wie können wir die dahin?
00:48:28: Genau,
00:48:28: genau.
00:48:29: Wir kommen wieder hin und dann haben wir gesagt wie reagieren wir darauf... Also ich schreibe dann immer, ich wäre gerne gekommen zu Ihrer Fortbildung, super spannend.
00:48:35: aber leider fühle ich mich nicht vertreten, weil die weibliche Expertise fehlt, das war mein Standardsatz.
00:48:40: Und ihr eine Kollegin hat auf Linking schon den Kollegen angeschrieben, der das gemacht hat.
00:48:44: Und er hat dann gesagt, aber nix mehr.
00:48:45: seid ihr beim Programm-Komitee dabei?
00:48:48: Es müsste vielleicht auch mehr Frauen geben, die dann so was einfordern.
00:48:51: Weil ich glaub wie viel von den Studienanfängerinnen sind Frauen über ...
00:48:56: Über siebzig Prozent sind wir gelandet.
00:48:58: Eigentlich könnten die Frauen doch alles für sich selber regeln, aber irgendwie rutschen die in so einen System rein und werden ruhig und klein und trauen sich nicht.
00:49:06: Ja, ich weiß es noch nicht mal.
00:49:08: dass ich nicht trauen ist.
00:49:10: gilt für alle.
00:49:11: Wenn Sie in der Weiterbildung sehen als Arzt oder Ärztin, sind Sie immer abhängig von dem Zeugnis, was geschrieben wird und von den Zahlen, die bescheinigt werden.
00:49:18: Das ist ja auch ein sehr strukturierter Prozess.
00:49:21: Wenn sie eine Weiterbildung machen, müssen das und das können.
00:49:23: Sie müssen das abgeleistet haben.
00:49:25: Das muss Ihnen jemand unterschreiben.
00:49:26: Und es ist in der Regel Erzdehn.
00:49:31: D.h.,
00:49:31: wenn Sie dann aufmucken, da haben Sie natürlich Angst, dann unterschreibt er mir das nicht.
00:49:35: Also man ist da schon in der Abhängigkeit bis zur zum Ende der Facharztausbildung, die nochmal sechs Jahre dauert nach dem sechsjährigen Studium um mal dabei zu sein.
00:49:45: Dann sind sie vielleicht schwanger bekommen ein Kind dann können Sie nur in Teilzeit zurückkommen weil die Betreuungssituation eben so ist wie sie ist oder weil sie auch nur Teilzeit arbeiten wollen.
00:49:55: das wird dann auch nicht gutiert von vielen Chefs weil die gar nicht verstehen.
00:50:00: Also die Chefs haben ja alle irgendwelche Frauen hinter sich, die das Leben organisieren.
00:50:05: Ich kann mich an
00:50:05: das Gespräch mit einem Arzt erinnern, der mittlerweile im Rohrstand ist und sagt so schnaubend Ja, ja, die Frauen wollen immer mehr Verantwortung.
00:50:13: aber wenn es dann zum Schwur kommt, heißt's Work-Life Balance!
00:50:17: Das ist so alte Schule sicherlich, aber der Gedanke der Work-Life Balance ist ja jetzt noch mal jensetmäßig verstärkt.
00:50:25: Wie kriegt man denn diese einerseits hierarchischen und auch sehr engen zeitlichen Strukturen die das System vielleicht einfach erfordert vereinbart mit den Wünschen in einer Gesellschaft
00:50:42: wo
00:50:43: mehr Teilhabe und Zeit für Familie und Auftage ist das vereinbar?
00:50:51: Also es geht alles.
00:50:53: Wenn man will, geht glaube ich alles.
00:50:58: Man wird nur so groß wie man halt in seiner Zeit groß wird und wenn dann die Zeit sich ändert kann man sich gar nicht vorstellen dass es auch anders gehen kann.
00:51:05: deswegen bei mir in der Notaufnahme gibt es also fast alle Männer machen Teilzeit oder haben Teilzeit gemacht.
00:51:11: sie sind jetzt alle fertig aber die hatten Der eine hat zwei Jahre Elternzeit, der kommt mit siebzig Prozent wieder.
00:51:18: Also es geht im Schichtdienst alles.
00:51:20: Es ginge wahrscheinlich auch im Stationsdienst.
00:51:24: Wenn man den ein bisschen anders strukturieren würde.
00:51:26: nur sind wir natürlich im Stationstienst abhängig von der Pflege die ja auch schon im Schichtssystem arbeitet.
00:51:33: Wir sind abhängiger von den Funktionsbereichen, die nur mittags da sind.
00:51:37: Die ambulanzen machen um sechzehn Uhr zu und die Endoskopie macht um sechszehnt Uhr zu.
00:51:41: also wir sind natürlich abhängige von anderen Bereichen.
00:51:43: deswegen ist Schwieriger gehen würde es schon.
00:51:48: Und ich finde das ein bisschen, also ich finde es immer despektierlich wenn man der Generation die nach uns kommen vorschreibt wie sie zu arbeiten haben und das Work-Life Balance und... Ich finde das einfach despektrierlich weil ich finde jede Generation hat einen Recht darauf so zu leben wie sie lebt und ich bin ja froh wenn die Akademikerinnen Kinder bekommen sehr froh.
00:52:11: Ich bin froh, wenn die Männer zu Hause bleiben für die Kinder weil wir wissen das so viel Mütter auch nicht so gut ist und ein bisschen mehr Väter den Kindern auch ganz gut tut.
00:52:20: also mein Mann hat unsere Kinder quasi komplett mit versorgt weil er eben selbstständig war Und ich finde dass es nicht gut wenn wir als Alte sagen ne das war schon immer so das muss so sein das geht nicht Es ändert sich einfach.
00:52:32: deswegen wäre es so wichtig Dass wir mehr Vorbilder hätten also auch in der Berufspolitik in den Fachgesellschaften In den Führungsebenen, dass man einfach sagt wir leben es jetzt einfach anders.
00:52:43: Wir verbringen so viel Zeit mit der Medizin also ich zumindest und die anderen auch das Ich wissen keine Sklaven der Gesellschaft sondern wir haben unser eigenes Leben Und wenn wir vierzig Jahre in diesen Beruf arbeiten wollen dann müssen wir das ja auch können.
00:52:57: Also wir brauchen ja auch die Ressourcen dazu die Batterien wieder aufzuladen, diese ganzen Emotionalitäten, die uns entgegenschlagen zu ertragen.
00:53:06: Die juristischen Dinge, die Ängste davor zu versagen und was falsch gemacht zu haben – das musste irgendwo hin!
00:53:11: Und wenn wir da nicht mit Umfeld um uns schaffen, was gut ist, was uns darin stärkt, das zu machen können, was wir machen?
00:53:19: Ja wer soll es denn dann
00:53:20: machen?!
00:53:21: Ich finde es toll dass man bei Ihnen so merkt wie Sie mit Leib und Seele in diesem Beruf sind, aber dann auch noch die Zeit haben.
00:53:28: Und sie sich ihnen ganz wichtig ist, als Beispiel da stehen für andere Frauen um zu zeigen, gucken wir mal was alles
00:53:34: geht.
00:53:34: Den Blick von oben auf das Ganze...
00:53:36: Und es so positiv zu verbinden?
00:53:37: Das finde ich schon toll!
00:53:39: Wolltest du noch...?
00:53:40: Eigentlich klang das ja nach einem Schlussblätter je.
00:53:44: Ich sehe hier bei uns ... Du hast eigentlich eine technologische Frage gehabt.
00:53:48: Ja,
00:53:48: die KI Das beschäftigt ja momentan jeden irgendwie, egal wo er sitzt.
00:53:52: D.h.,
00:53:53: an einem Büroarbeitsplatz oder draußen gibt es Mikro?
00:53:59: Aber das hält doch!
00:54:01: Die KI wird etwas verändern in den nächsten Jahren?
00:54:04: Ja, die KI wird insofern was verändern, dass die Daten, die erfasst werden über eine KI ausgespuckt werden.
00:54:13: jetzt im weitesten Sinne.
00:54:15: und das große Problem für uns Frauen ist der Gender Gap in der KI, also Gender Data Gap.
00:54:22: Weil einfach viele Daten nicht an Frauen erfasst wurden in den Studien zum Beispiel und das geschlecht keine definierte Analysengröße ist.
00:54:33: Also man hat es in Covid gesehen.
00:54:35: Man hat sehr viel Daten in Covid erfasst.
00:54:37: Wahnsinnig viele Daten!
00:54:39: Man hat auch wahnsinnig viel ausgewertet aber auf die Idee dass man die weiblich und männlich getrennt auswertet oder einfach guckt was ist denn bei den Männern gewesen?
00:54:47: Was wie was denn bei dem Frauen?
00:54:48: Da kamen die Frauen drauf.
00:54:50: Weil die Männer das gar nicht nachfragen, weil es sie gar nicht interessiert hat in dem Fall.
00:54:54: Klassiker
00:54:54: ist ja Herzinfarkt einer Symptomatik?
00:54:57: Genau!
00:54:57: Wir hatten beim Herzinfakt ... da ist es ganz klassisch, da muss ich jetzt leider noch ein bisschen ausholen, weil das ein Thema ist, warum ich zum Ärztinbund gekommen bin.
00:55:04: In den zweitausender Jahren gab es eine Studie von Frau Yitzsakosek, Frauenherzenschlagen anders, die festgestellt hat, dass Frauen an Herzinfarken häufiger versterben und weniger schnell Herzkarteteruntersuchen bekommen die weniger schnell den Notarzt rufen, der notarzte weniger schnell ins Krankenhaus bringt.
00:55:21: Und die Gründe davor für war natürlich vielschichtig.
00:55:24: Eine der Gründe war, dass Frauen bei Herzinfarkten andere Beschwerden haben können als Männer, nicht müssen aber können und das wurde dann irgendwann als atypischer Brustschmerz.
00:55:36: Genau also Frauen, fünfzig Prozent der Weltbevölkerung haben atypsche Beschwerde.
00:55:40: Also wir sind atypischt so.
00:55:42: Das hat dazu geführt, Beschwerden, also Schmerzen in der Brust und in den Arm und Manager und Raucher.
00:55:50: Und ein geschrester Mann, der kriegt natürlich seinen Infarkt.
00:55:54: Die Frau, die Übelkeit hat und Rückenschmerzen ... Das ist es schon nicht so.
00:55:59: Dieses Denken aufzubrechen hat lange gedauert.
00:56:02: Leider hat jetzt Frau Lena Seegers, Kathologin in Frankfurt an der Uni, die das Woman Heart Health Center begründet hat, glaub ich.
00:56:11: Wir haben wieder eine Studie gemacht in Amerika und die Zahlen haben sich nicht geändert.
00:56:15: Frauen sterben weiterhin häufiger an Herzinfarkten, obwohl sie genauso häufig erkranken.
00:56:19: vor allem wenn der Oestrogenspiegel nach der Menopause nachlässt ist es bei uns immer zehn Jahre verschoben durch den Oestrogenspiegel.
00:56:27: und dass sie eben weniger schnell ein Herzkarteter bekommen, weniger schnell einen Cent bekommen auch schon prä-klinisch weil prä klinisch wird ja schon viel mehr gemacht beim Herzinfakt schlechter behandelt werden und weniger häufig widerbelebt werden Weil Frauen eben Brüste haben.
00:56:41: Das ist so die Erklärung, und man in Amerika das amerikanische Studie Angst hat, dass man irgendwie der sexuellen Belästigung beschimpft wird wenn man Brüster bei Frauen renniert.
00:56:50: Und es gibt auch keine weiblichen Renimationspuppen zum Training.
00:56:55: Also ach, das sind männliche atletische Puppen und jetzt gibt es mittlerweile Firmen Die dann kann man so Brüsten aufschneiden.
00:57:01: oder es gibt also Brust-Torsi Weibliche Torsi damit man einfach.
00:57:07: Das hat sich in zwanzig Jahren leider nicht geändert.
00:57:09: Mich hat es erschreckt, vielleicht braucht's noch mal zwanziger Jahre.
00:57:11: Und fließt
00:57:12: jetzt auch um die Ursprungsfrage zu und fließts gerade so in die KI wieder ein?
00:57:19: Genau!
00:57:19: Diese Daten müssen halt da sein weil die KI ja nichts macht als Daten zu generieren Herzinfarkten.
00:57:28: ist es jetzt zu, dass wir nicht mehr von einem atypischen Brustschmerz sprechen.
00:57:36: Sprechen noch andere ich nicht mehr?
00:57:37: Ich habe das jetzt gelernt, jemand der Brust- schmerzen hat oder Rückenschmerzen oder Schmerzen im Kiefer oder im Arm oder Übelkeit und hat irgendwelche Risikofaktoren dahinter.
00:57:47: Sei es eine Frau außerhalb der Minopause – das reicht schon!
00:57:50: Dann schließen wir ein Herzinfrakt aus was heute mit EKG und Labor Eigentlich
00:57:54: ganz schnell geht.
00:57:55: Eigentlich schnell geht, genau!
00:57:56: Also das ist so.
00:57:57: die Quintessenz aber dass in die Tiefe zu tragen und das Wort atypischen Bruchsschmerz zu eliminieren, das wird wahrscheinlich noch mal zwanzig Jahre dauern.
00:58:06: Na
00:58:07: hoffentlich hören ganz viele diesen Podcasts und streichen das aus ihrem
00:58:10: Wortscher.
00:58:13: Ja ja
00:58:14: toll.
00:58:14: also ich glaube wir haben
00:58:15: viel gelernt.
00:58:16: Ja und vielleicht auch für die Situation, es möge jedem Hörer uns auch erspart bleiben in die Notaufnahme zu kommen.
00:58:24: Aber wenn man denn vor der Situation steht dann da auch mit dem anderen Verständnis und einem anderen Blick hinzugehen?
00:58:31: Das wäre doch was!
00:58:33: Nun haben wir gehört dass sie abends eher kochen und gar keine Serien gucken auch wahnsinnig viel Freizeit haben.
00:58:42: Trotzdem ist, aber jeder Gast bei uns angehalten unseren Hörern einen Tipp für Darmstadt und Südhessen whatever das muss nicht das Theaterstück sein es kann auch was ganz anderes sein mitzugeben.
00:58:56: Was haben Sie denn mitgebracht?
00:59:02: Als Tipp wie man seinen
00:59:05: außerberufliches Leben irgendwie
00:59:07: lustig
00:59:07: gestalten kann?
00:59:09: eine meiner großen Leidenschaften ist Musik.
00:59:11: ich gehe sehr gerne in die Oper Und ins Konzert, das ist für mich sehr schön.
00:59:16: Also ich genieße es sehr.
00:59:19: Ich war jetzt in der alten Oper in Frankfurt und habe Stravinsky gehört, Sack du Prenton mit einer fulminanten ... Wir saßen in der zweiten Reihe, man fliegt da quasi weg.
00:59:30: Und Katja Toyan also wirklich Rumsmusik sozusagen Musik.
00:59:36: Was ich gerne machen würde wieder, das hab' ich schon mal gemacht wir waren mit einem Mann lange tanzen hier beim bolge da oben genau und ich glaube die kombination aus musik- und körperbewegung also tanzen gehen kann ich jedem empfehlen.
00:59:50: es entspannt es strengt den senkt den stresslevel mit dem ehe partner weil beim tanzen hat immer der mann recht habe ich gelernt.
01:00:00: ich dachte frauen können auch führen
01:00:02: dürfen nicht auch wenn sie's tun dürfen beim tanze nicht führen nein
01:00:06: Ist nicht wahr?
01:00:07: Okay, ich kenne die Disco Freestyle.
01:00:13: Das ist jetzt hiermit ärztlich bewurkundet... Leute, hot it!
01:00:19: Genau das ist immer gut, genau.
01:00:22: Ja dann vielen Dank
01:00:23: für diese
01:00:24: Gespräche da waren
01:00:25: und eine angenehme
01:00:26: Schicht geht
01:00:27: gleich hin.
01:00:28: weiter so.
01:00:30: Heiner Mania ist ein Podcast für Darmstadt und Südhessen von Sabine Schiener und Stefan Benz.
01:00:37: Wenn ihr Spaß habt, stay tuned!
01:00:39: Abonniert uns und empfehlt uns weiter.
01:00:42: Bis zum nächsten Mal.
Neuer Kommentar