Wildschweine im Vorgarten, Waschbären auf dem Dach: Arheilger Jäger bei Heinermania
Shownotes
Kapitel:
Vorstellung Max Götzfried 1:07 Erste Fragerunde zum Thema Jagen 8:40 Zweite Fragerunde zum Naturschutz 33:30 Dritte Fragerunde zu Wildtieren 40:40 Des Jägers Freizeittipps 55:20
Intro/Inside/Outro:
Upright Funk Bass/Boogie Right Slap Bass (Garage Band, Apple)
Darum geht’s in der 25. Folge:
Max Götzfried ist 50 Jahre alt und Jurist. Sein zweiter Fulltime-Job ist Jäger. Der Frankfurter hat bereits mit 15 Jahren den Jagdschein gemacht und später dann das Revier im Norden Arheilgens von seinem Vater Roderich übernommen. Es ist 640 Hektar groß und grenzt an das Gelände des GSI Helmholtzzentrums und ans Arheilger Mühlchen.
Drei Tipps:
Nr. 1: Max Götzfried ist sportaffin und rät zum Besuch eines Handballspiels der SGA in Arheilgen . Die Mannschaft spielt derzeit in der Oberliga Süd.
Nr. 2: Lohnenswert, so der Jäger, sei immer auch ein Ausflug in die Teilchenphysik: Sein Revier grenzt an das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und an die Baustelle des neuen Teilchenbeschleunigers Fair. Dort werden das ganze Jahr über Führungen auf dem Gelände angeboten. Der Eintritt ist frei, die Rundgänge können über eine Online-Plattform gebucht werden.
Nr. 3: Seine Empfehlung für alle, die gerne Wildfleisch essen („Mehr Bio geht nicht“): Restaurant Matis, Bahnstraße 173 in Erzhausen.
Transkript anzeigen
00:00:02: Viele Leinen denken heutzutage, man geht in den Wald und schießt Bambi totes Was halt.
00:00:06: Das ist die Befähigung aber man muss wirklich eine lange Ausbildung machen.
00:00:12: Jagd ist ja die älteste Naturnutzung der Menschheit.
00:00:17: Die sind putzig auch wenn die Jungtiere da aus der Dachlinne rausgucken weil sie auf dem Dach werden.
00:00:21: Aber die sind für die Natur eine Vollkatastrophe.
00:00:25: Mir schmeckt eine Ente besser als ein Hirsch.
00:00:29: Das regt mich so unfassbar auf, dass mir zum Beispiel einer vorwürftig wäre gegen die Natur und gegen Tiere.
00:00:33: Und gleichzeitig fährt der von McDonalds weg und wirft die Tüte nach fünf Metern aus dem
00:00:36: Auto... Hallo!
00:00:39: Hier ist Heiner Mania Euer Podcast für Darmstadt und Südhessen.
00:00:44: Ich bin Sabine ich bin Stefan Wir arbeiten als Journalisten für lokale Medien Und hier wollen wir rauskriegen was sich in unserer Region tut.
00:00:53: Dafür laden wir uns Menschen ein Die sich auskennen und die etwas zu sagen haben zu Kultur und Natur, zur Gesellschaft und Sport.
00:01:02: Los geht's!
00:01:04: Habt Spaß.
00:01:07: Hallo hier sind wir wieder Und heute ist Max Götzfried bei uns zu Gast.
00:01:12: Herzlich Willkommen.
00:01:13: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:14: Ja sehr gerne.
00:01:15: Wir freuen uns dass Sie hier sind.
00:01:18: Ich stelle sie jetzt einfach mal ganz kurz vor.
00:01:20: Ergänzung können Sie dann hinterher immer noch machen.
00:01:22: Also ich fange einfach an Sie sind Jurist.
00:01:26: Bereits mit fünfzehn haben sie ihren Jagdschein gemacht und später dann auch dieses Revier in Erhalgen von ihrem Vater übernommen, und auch dessen Kanzlei in Frankfurt.
00:01:37: Und ich hab Sie da schon zu Beginn unseres Vorgesprächs gefragt.
00:01:40: Sind eigentlich alle Rechtsanwälte automatisch Jäger?
00:01:45: Also, wir kommen so viele unter ... Ja,
00:01:46: es hilft sich irgendwie.
00:01:47: Es geht ein Querschnitt durch die Bevölkerung, aber woher das kommt, kann ich Ihnen auch nicht
00:01:52: sagen.
00:01:53: Aber ich habe selber viele Freunde, die Anwalt und Jägers.
00:01:55: Künftes,
00:01:55: wenn man den rechtlichen Boden kennt auf dem man mit der Flinte unterwegs ist.
00:02:01: Erstens ja!
00:02:02: Zweitens in meinem Umkreis ist es natürlich so, wer mich kennt wird schnell mal infiziert.
00:02:07: Da muss ich auch noch mal kurz mit der Frage dazwischengehen.
00:02:10: Der Jagdschein, hab ich ... Ich hab immer gedacht, das ist eigentlich ... kenn ich nur als so humoristische Bezeichnung für eine, deren Schuss hat.
00:02:19: Das Ding heißt wirklich Jagdschein?
00:02:21: Ja, viele Leinen denken heutzutage, man geht in den Wald und schießt Bambi, das war's halt.
00:02:27: Aber man muss wirklich ne lange Ausbildung machen.
00:02:31: Man wird in verschiedenen Gebieten geprüft, also zum Beispiel in der Schießfertigkeit.
00:02:34: Im Recht wie wir es gerade hatten natürlich im Naturwald-Feldbau hast du nicht gesehen.
00:02:39: Naturzusammenhänge, Wildarten und alles Mögliche.
00:02:43: Und nur dann, wenn man diese Prüfungen besteht, kann man auch wirklich einen Jagdschein haben.
00:02:47: Ist
00:02:47: aber noch mal was anderes als der Waffenschein, der eigentlich Waffenbesitzkarte heißt?
00:02:53: Ja, es gibt ein Waffen-Besitzkart, das heißt ich als Jäger darf über meine Wiffenwaffen- Besitzkarten im Waffen haben und Waffenschreien ist tatsächlich zum Beispiel Securityunternehmen oder sowas die über den waffenschreienden Waffe auch im Alltag tragen dürfen oder bei der Arbeit.
00:03:05: Das darf nicht in die Kanzlei mitnehmen oder so was sondern halt nur ... Bei mir sind die nur auf die Jagd bezogen.
00:03:11: Okay, jetzt haben wir schon mal ein paar Spezialitäten hier geklärt.
00:03:15: Sabine bitte, mach weiter!
00:03:16: Noch eine Frage dürfen Sie die Waffen dann quasi auch nur dann mitnehmen im Auto?
00:03:20: Wenn sie dann in den Wald fahren?
00:03:22: oder ist es...
00:03:23: Grundsätzlich ja ich meine natürlich wenn ich da zwischendurch tanken muss und so ein bisschen umwegte das ist nicht so.
00:03:29: also Es gibt schon natürlich strenge gesetzliche Regeln aber die sind man muss teilweise schon noch ein bisschen lebensnach auslegen logischerweise.
00:03:35: Sie haben ja zusammen mit ihrem Vater oder ihr Vater mit ihnen Ich war da nicht so ganz sicher.
00:03:40: Ein kleines Büchlein geschrieben, in dem es um die Jagd geht und wo auch schon Geschichten von ihnen drin sind, was sie als kleiner Junge dann schon gemacht haben.
00:03:49: Nämlich zum Beispiel auf einer Hochzeit ... Sind Sie mit einem toten Hasen, den Sie gefunden haben?
00:03:56: Das haben Sie dann der Braut geschenkt!
00:03:58: Ja das war die Sekretärin meines Vaters tatsächlich.
00:04:01: Und da haben wir auf dem Hinweg irgendwie vor uns ein Hase überfahren worden.
00:04:05: Nicht von uns aber vor uns hat man halt gesehen.
00:04:07: Ich weiß nicht, wie alt ich da war drei oder so.
00:04:09: Und dann war ich unheimlich stolz, ihr diesen Hasen zu schenken quasi mit ihrem weißen Brautkleid und diesem Blutink etwas natürlich so semi fand.
00:04:18: Aber ich fand das super!
00:04:19: Das war für mich das Geschenk.
00:04:21: damals ist ja klar.
00:04:22: War interessant dass sie da als Kind jetzt auch schon was was blut angeht?
00:04:26: Oder oder eben tote Tiere?
00:04:28: Das
00:04:28: ist eine ganz einfache Geschichte.
00:04:30: meine Mutter war Grundschullehrerin.
00:04:33: Es kommt einfach auf die Sache dran, wie man daran kommt.
00:04:35: Meine Mutter hat Parallel jüngere Kolleginnen gehabt, die da schon ein bisschen denaturiert waren und nicht so viel mit der Sache oder Natur an sich wirklich zu tun hatten, sondern halt stattlehrend werden waren.
00:04:44: Und meine Kinder waren regelmäßig bei uns im Jagdhaus, haben da Schnitzeljagden mit Wissensfragen gemacht, haben von uns mal irgendwie ein altes Vogelnest oder Eierschalen oder keine Ahnung, Getreidehalme oder Rehwild in Kopf mal mit diesen Stangen, dass man das sieht, dass das jedes Jahr abgeworfen wird.
00:04:59: Und die waren dann teilweise, damals war das rechtlich noch ein bisschen einfacher.
00:05:05: Immer auf unseren Treibjagden und als wir mitgegangen sind, haben sie es erlebt.
00:05:11: In der Parallelklasse haben die sich geäkelt und bei uns haben sich Mädels, die zehn Jahre alt waren, darum gekloppt werden, Hasen tragen darf.
00:05:18: Und dann haben sie von den Leuten die Hülsen gesammelt, die Patronenhülsen haben da dran geschnüffelt und fanden das super.
00:05:23: Die sind ganz anders aufgewachsen.
00:05:24: Da sind heute noch Kinder ... Meine Mutter ist jetzt über achtzig.
00:05:27: Heute noch Kinder, die anrufen und fragen, wie die Jagden laufen oder jahrelang später mitgegangen sind, weil die Prägung einfach anderes.
00:05:34: Ich bin natürlich ganz normal damit aufgewachsene.
00:05:37: Der Titel vom Buch Bei Fuß Mein Sohn Da stellen Sie schon die Frage, haben Sie immer alles gemacht was Ihr Vater von Ihnen
00:05:44: wollte?
00:05:44: Nein.
00:05:45: Das kommt
00:05:46: mir so ein bisschen... Also
00:05:47: ich bin zum Beispiel in der Zehntenklasse oder Äfthet, glaube ich muss mal das machen, bin ich ein halbes Jahr nach England gekommen auf den Internat mit dem Ziel da Disziplin zu lernen.
00:05:58: also Nicht von mir aus natürlich.
00:06:00: Zurück kam ich mit einem Ohrring und wie auch Disziplin geht so, das ging ein bisschen dahinten los.
00:06:05: aber nee natürlich nicht also... Aber ich habe halt natürlich allein schon durch diese Jagdsache und dass wir diese Passion und dieses Abenteuer geteilt haben viel mit ihm zusammen gemacht natürlich logischerweise.
00:06:17: Er schreibt ja auch, dass es ihm ganz wichtig war, dass seine Kinder eben die Nähe zu Tieren von klein auf lernen.
00:06:24: Ja, ein bisschen irritierend für jemanden der keinen Hund hat.
00:06:27: War dann auch das ich gelesen habe, dass sie als Kind mit Hunden so nah beieinander waren und die Hundesprache konnten.
00:06:36: gebellt und geknurrt hatten?
00:06:38: Ja,
00:06:39: also Sie haben es ja glaube ich eben gesehen.
00:06:40: Ich hab vier Hunde im Auto dabei, die auch heute noch habe Und klar da bin ich halt auch mit aufgewachsen.
00:06:46: Wir haben einmal von der Nachbarin, die genervt war ein Anruf bekommen sie wir sollen endlich mal die drei hunde vom Baiko nehmen.
00:06:52: Einer davon war ich halt, da war ich auch drei oder so.
00:06:55: Die beiden Dackel haben irgendjemanden auf der Straße angebellt und ich habe halt mitgebellt.
00:06:59: Es war völlig normal, dass wenn die Hunde unter dem Tisch einen Steakknochen bekommen haben.
00:07:03: Dann habe ich auch einen bekommen und dann habe ich den genauso knurrend abgenagt da unter dem Tisch wie die Dackel halt.
00:07:08: Auch damit bin ich einfach aufgewachsen.
00:07:11: Also ich kann mir wirklich so blöd wie das klingt ein Leben ohne Hund gar nicht vorstellen!
00:07:16: Also ich bin jetzt natürlich in der glücklichen Lage, dass ich eben selbstständig bin und die einfach bei mir tagsüber ganz normal sind.
00:07:22: Da muss auch jeder mit dem Mandant mit zurechtkommen.
00:07:24: Und die kennen das auch schon seit Jahren.
00:07:26: Die gehen halt morgens zur Arbeit sozusagen und abends halt nach Hause, völlig normal.
00:07:31: Wie gesagt, auch die Mandanten müssen damit zu Recht kommen.
00:07:34: Es ist halt ein Hund oder mehrere in diesem Fall.
00:07:36: Sie haben total drei?
00:07:38: Ich hab vier.
00:07:40: Drei sind so ein bisschen kompliziert, wie es heutzutage ist.
00:07:43: Ihr dreieinhalb, weil einer an Welpen ist?
00:07:45: Der ist noch nicht so richtig Hund.
00:07:46: und drei habe ich zusammen mit meiner Ex-Freundin, die sind sozusagen Scheidungskinder.
00:07:50: Das wechselt so ein bissel mal keiner ganz loslassen will, weil wir halt jede den groß geworden sind.
00:07:55: Aber
00:07:56: ein nettes Rudel, also wir werden mir gerade eben an der Kofferraumklappe schon mal den Test gemacht und das sind offenbar sehr menschenfreundliche.
00:08:04: Ein buntes ... ja alleine hätten sie nicht an Koffermann gehen dürfen!
00:08:09: Da sind die zwei, die so ganz hablos aussieht, die sind da schon bisschen härter.
00:08:12: aber grundsätzlich eben weil sie auch voll sozialisiert immer unter Hunden und immer unter Menschen und dann ist es ein ganz anderes Aufwachsen als wenn die halt einmal im Monat einen Hund sehen oder sonst keinen Menschenkontakt haben.
00:08:23: Gut, dann kommen wir mal jetzt nach dieser Vorrede zum eigentlichen Teil.
00:08:28: Wir teilen unseren Podcast ja immer in drei thematische Abschnitte die da diesmal lauten Jagen, Naturschutz und Tier haben wir sie genannt Und vor jedem.
00:08:37: diese Dreiteile gibt es hier immer.
00:08:39: unsere kleine Fragerunde zum Warmwerden mit den Oderfragen.
00:08:48: Fangen wir an mit Entenjagd oder Hirschjagda Also Niederwilde oder Hochwild?
00:08:53: was ist interessanter für den Jäger?
00:08:55: Ähm, die Niederwildjagd ist heutzutage ein bisschen seltener geworden.
00:09:00: Weil einfach das Nieder-Wildseltner geworden ist durch landwirtschaftliche Umstrukturierungen und andere Gesetze bei der Bretatorenjagde und Flächenverlust.
00:09:08: Insofern ist Niedervildjagt auch immer tagsüber meist mit mehreren Leuten gesellschaftlich.
00:09:13: Mir schmeckt eine Ente besser als ein Hirsch!
00:09:16: Das war jetzt gerade ne Wildschwein ...
00:09:19: Die haben gerade einen Burs probiert.
00:09:22: Die gut war, sagen sie es ins Radio und die war gut.
00:09:24: Sehr lecker!
00:09:24: Ich hab's auch probiert und sie soll ja noch leckerer werden wenn sie noch mehr trocknet.
00:09:30: Das ist erst
00:09:30: von gestern.
00:09:31: Ich glaub nicht dass das lange aushält bei uns.
00:09:36: Ja komm mal kurz zu den Hunden Drathart-Dackel oder ein Retriever was?
00:09:41: Beides in dem Kofferraum oder?
00:09:42: Beide sind im Kofferverstach zum Waschnadreis.
00:09:45: Ja, die haben natürlich auch verschiedene Aufgaben.
00:09:47: Also deswegen gibt's ja diese ganzen verschiedenen Jagdundrassen weil eigentlich jeder zumindest so ein bisschen eine eigene Aufgabe hat oder zumindest die Gruppen und ich persönlich mache.
00:09:55: im Moment bin jaglich außerhalb von dieser normalen Revier-Tätigkeit so dass sich sehr viele Trückjagden macht und dafür sind diese Dackel bei mir Bredestinieren.
00:10:03: außerdem nehmen sie eben relativ wenig Platz im Auto, im Hotel, in der Wohnung oder sonst irgendwie weg und sind halt einfach praktisch.
00:10:11: Und ein Getriever ... Der Labrador den ich hab, wenn ich das mal so sagen darf, vergöttert mich ab, göttisch sozusagen.
00:10:18: Die sind halt super easy zu halten und super familienfreundlich und einfach... Das ist wirklich sehr, sehr nett.
00:10:24: Der bringt doch die Sachen ... sagt
00:10:25: der Name eng auf die Retrieve.
00:10:27: Da wär's zum Beispiel die Entenjagd.
00:10:29: Der würde eine Ente ins Wasser fällt aus dem Wasser rausholen und der Dackel würd ich im Wald loslassen.
00:10:35: Und der würde dann eben mein Trink die Hirsche oder Wildschweine ausdenken.
00:10:38: Der
00:10:39: läuft ja auf Autopilot.
00:10:40: Der ist ja nur ein Dackels-Spezial.
00:10:45: Noch mal ganz kurz die Erklärung.
00:10:46: vielleicht, ne kurze Drückjagt?
00:10:50: Wenn man kann die Jagd ... in der Einzeljagd ausüben, das ist wenn ich jetzt allein auf dem Hochsitz sitze zum Beispiel oder in Gesellschaften.
00:10:56: Das wäre zb eine Dreibjagt für Niederwild also für Hasenkanninchenenden und Trückjagden nennt man das dann bei den Hochbildarten also zum Beispiel Rotheerstammhörig-Wilchwein oder so.
00:11:05: Genau gehen wir in die... das was auf die Jagd folgt?
00:11:09: Die Verarbeitung lieber ein Rindersteak was ja in der Regel nicht gejagt wird oder einen Rebraten also Wild.
00:11:16: Also ich esse natürlich viel wild, logischerweise.
00:11:19: Aber weil ich so viel Wild esse habe ich dann zur Abwechse auch ganz gerne mal Rinder braten und eine der Herangehensweisen an der Jagd und einer der Gründe warum die Jägerschaft immer mehr anwächst und auch im Frauenbereich immer mehr Anwächs ist ja natürlich die Nahrung.
00:11:32: Weil Leute sagen Ich will Fleisch essen aber ich will wissen wo es herkommt Und ich bin eben gegen intensive Tierhaltung und will, dass da sich eben weiß wo es herkommt.
00:11:41: Mein Spruch ist immer mehr Bio geht nicht, den hab ich mir leider nicht patentieren lassen.
00:11:44: aber mehr bio als wild geht halt einfach nicht Und das ist dann halt einfach sehr sehr gutes Fleisch.
00:11:50: Aber auch das rindfleisch was ich habe kommt über die Jagdreviere in denen Ich so jage und so überbauern dies das ganze Jahr freien haben und so weil's halt auch einfach anders schmeckt.
00:11:58: man hat sich eigentlich mein wir sind ja noch geprägt von über Jahre hinweg was aus dem Wald kam, immer mit Bequerel-Werten versehen.
00:12:09: Wann hat sich das so erledigt gehabt?
00:12:11: Das war ja damals auch, es ist jetzt ein bisschen sehr speziell Chernobyl.
00:12:15: Aber das ging ja auch, wo die Lienerschläge als Grenzen waren und es gibt zum Beispiel in Bayern heute noch Gebiete, wo bestimmte Pilze vorkommen.
00:12:23: Und diese Pilze haben eine hohe Bäckerelzahl.
00:12:25: Wenn die Wildschweine diese Pilz fressen, werden sie tatsächlich noch gescannt.
00:12:29: Da muss ne Probe abgegeben werden mit dem Geigerzähler ... Jetzt weiß ich den Grenzwert nicht, aber die sind über X. Dann kommen die auch nicht in Verkehr.
00:12:38: Hier ist das überhaupt kein Problem?
00:12:39: Das Vorurteil, was ich halt hält.
00:12:42: Es gibt zum Beispiel auch Leute, die sagen, wild, es sich nicht, das schmeckt mir nicht.
00:12:46: Und das ist natürlich ... Wild ist ja nicht wild!
00:12:48: Also Rothörsch, Dammhörch, Sika-Hürsch, Rehwild, Gamswild Kaninchen, Hasefasern, Taubeente sind völlig verschiedene Geschichten.
00:12:55: Die können gar nicht einheitlich nach Wild schmecken.
00:12:59: Aber natürlich kannst du jedes Stück Fleisch versauen als Koch und wahrscheinlich aus anderen mehr oder weniger rausholen.
00:13:04: Ich probiere immer alles essensmäßig, dann kann man entweder schmecken wir.
00:13:08: Haben
00:13:09: Sie jemals überlegt, kein Jagd
00:13:11: zu werden?
00:13:11: Nein.
00:13:12: Also ich kenne natürlich auch viele Kumpels die jetzt sagen wir mal einen Sohn in meinem damaligen Alter hatten oder sowas.
00:13:17: da geht's eigentlich meistens nur darum wann dürfen sie denn endlich die Prüfung machen?
00:13:21: bei mir war es ja auch ein bisschen verfrühlt eigentlich davon mit sechzehn erstes habe aber so eine Sondergenehmigung damals gehabt beziehungsweise mit Sechzehnt erst den Jagdschein bekommen.
00:13:28: wenn man da so drin aufwächst und wenn man wirklich ... Ich hab schon viele Leute dabei gehabt wo ich einfach gesagt komm noch mal mit guckst dir doch mal an.
00:13:35: Von denen haben relativ viele wirklich den Yacht-Schein gemacht.
00:13:38: Genau wie wirklich viele Leute, die bei mir mal auf so einem Seminar waren für Bejagung oder sonst irgendwie mit mitzutun haben und inzwischen einen Dackel haben.
00:13:47: Es ist ungefähr genauso infektiös!
00:13:50: Okay dann sprechen wir uns im halben Jahr noch mal.
00:13:53: was will denn?
00:13:55: Ich kann ja wenn ich im Urlaub bin, gebe ich Ihnen Gustav Martin Welten, danach würden Sie wahrscheinlich sagen der ist Ihnen entlaufen.
00:14:04: Genau, Ihr Jagdreviergebiet ist ja in A-Halgen.
00:14:08: Ich glaube es ist übernommen vom Vater schon.
00:14:12: Also Sie kennen es von Kindesbein an.
00:14:14: Vielleicht mal kurz geografisch zu beschreiben... Wenn
00:14:17: ich's mal ganz grob beschreibe dann ist das wenn man auf der B-III von Egelsbach nach Darmstadt fährt?
00:14:22: Wenn man aus dem Wald rauskommt, Vorwegshausen links des Felds.
00:14:25: Nicht der Wald, sondern das Feld.
00:14:26: Der Wald ist Staatswald.
00:14:28: Und dann so ganz grob Feld-Waldkente bis zum Kalkofenhoch.
00:14:33: dieser große Biergarten an der Eisenbahn rüber, an dem Eisenbahnmuseum da, am Reiterhof drüber und noch ein bisschen was ... Da sind sie ja auch um mich gekommen, um das Heiger Mühlchen und das Rückhaltebecken und die SGA rum, da drüben gehört noch etwas dazu.
00:14:49: Da ist gar kein Waldstück dabei oder ein größeres?
00:14:52: Ich hab relativ wenig Wald.
00:14:55: Es sind, glaub ich, nominell sechshundertvierzig Hektar oder so?
00:14:58: Ich sag mal, Wald sind nicht geschätzte Fünfzig.
00:15:01: Ist der Stadtwald das Land dann eigene Jäger dort ... Oder ist es quasi der Raum, wo sich die Wildsau wenn sie schlau ist zurückzieht?
00:15:12: Also in Deutschland ist es so, dass wir nach dem Reviersystem jagen als anders als zum Beispiel die Amerikaner.
00:15:17: Da holen sie sich ein Tech also eine Lizenz für irgendein Stück Wild das Sie zum Beispiel essen wollen.
00:15:21: in der Deutschland finde ich vernünftige organisiert.
00:15:23: Es geht um die Fläche.
00:15:24: Der Grundeigentümer ist der derjenige der das Jagdrecht inne hat Und wenn dieses Fläche nicht groß genug ist, wird die zusammengefasst.
00:15:31: Damit man so eine Fläche sinnvoll bejagt und ihm sinnvoll Naturschutz-, Zeuchenschutz-Populationsdynamiken, Schäden und sowas kontrollieren kann.
00:15:39: Es geht eben nicht, wenn man alle zehn Meter an andern hat und ich weiß ... Dann läuft irgendwie ein Zeuchenkrankerfuchs über die nächste Grenze.
00:15:45: Da darf ich aber nichts machen.
00:15:46: Das muss in bestimmten Größen zugehrandet sein.
00:15:49: D.h.,
00:15:50: alle Landesflächen oder Gemeindewelder sind natürlich ... das Jagdrecht beim Land.
00:15:56: oder bei den Gemeinden.
00:15:57: Und die lassen sich dann über Forstämter beförstern, und da wiederum gehört auch die Jagd dazu.
00:16:03: Die organisieren auch die jagd bei sich.
00:16:05: Wie sie das jetzt vor Ort machen kommt ein bisschen auf den jeweiligen Forstdirektor an.
00:16:08: meistens Bejagen sind Teil selbst in Regie-Jagd und ein Teil wird verpachtet an Jagdpächter wie ich einer bin.
00:16:15: aber ich hab's eben nicht vom Forst weil ich kaum Wald habe der im Forst gehört sondern bei mir ist es eine zusammengefasste Genossenschaft der eigenen Grundeigentümer, sprich der Landwirte.
00:16:24: Das heißt, mit denen müssen sie auch ganz eng zusammenarbeiten.
00:16:28: Weil man das beste Ergebnis nur kriegt, wenn man kooperiert?
00:16:31: Wenn wir gegeneinander arbeiten ... Bei uns ist es so, dass eine Landfläche oder ein Acker wird doppelt bewirtschaftet und die Jagd obendrauf.
00:16:42: Es ist eben nicht, der Bauer muss sich um den Jagd kümmern oder umgekehrt.
00:16:46: Dann muss man miteinander auskommen.
00:16:47: Da geht's dann um Schäden, um Populationskontrollen, zum Beispiel, wo Wildschäden sehr groß drin sind.
00:16:55: Haben Sie bestimmt an der FGA auch schon mal gesehen?
00:16:57: Da hat wie das da aussieht dass ich eben sagt na ja Mais ist halt drei Meter hoch und dunkel schneiden wir halt bitte schon bald eine Schneise rein, dass sich nachts da ein bisschen wenigstens was sehen kann oder so.
00:17:06: Und dann muss man da halt kooperieren.
00:17:07: oder wenn wir z.B.
00:17:08: Kids Rettung machen bevor die Bauern die Wiesen mähen im Sommer Dann haben wir Drohnen, vom Jagdgruppe Amtstadt zum Beispiel.
00:17:15: Der hat sich extra welche angestellt mit dem dann treffen wir uns morgens um vier bevor es richtig hell wird und dann werden die abgeflogen, um junge Kitze oder Junghasen oder Gelege rauszutragen sozusagen im Auftrag des Bauern weil der ist dafür verantwortlich dass er da nichts kaputtmäht, tierschutzmäßig.
00:17:30: Und wie machen das für den?
00:17:32: Und dann sagen wir ihm pass auf Wir haben alles rausgetragen jetzt kannst du mähen, dann lässt er mal entwegen wenn wir da zwei Kitze gefunden haben oder so zb.
00:17:38: Dann lässt er da ein bisschen eine Fläche stehen oder einen Randstreifen stehen tragen wir nachdem er fertig ist, die da wieder hin und lassen sie da wieder frei sozusagen.
00:17:46: Und dann geht es eben nur mit Kooperation.
00:17:49: Wir gehen jetzt vor der Drohne!
00:17:51: Schwieriger, aber dann haben wir es mit Hunden abgesucht.
00:17:54: Mit Vorsteh-Hunden oder so.
00:17:56: Weil natürlich klar die Wiesen sind so hoch und sehen sie ein Kitz ganz schwierig.
00:18:00: Aber früher war das auch mit der Technik ein bisschen anders.
00:18:02: Und ganz früher hatten die einen Mähbalken, der irgendwie zwei Meter lang ist, und sind damit zehn Kamm entlang getuckert.
00:18:08: Heute haben die ja ganz andere Maschinen und sind viel schneller.
00:18:10: Die Fläche wird viel schneller gemacht.
00:18:12: Da ist auch die Gefahrenanführungsstrichen für dieses Wild halt viel höher als früher.
00:18:17: Ich hab ein Podcast mit denen gehört und da hieß es, dass sie sich auf Schwarzwild, also auf Wildschweine spezialisiert haben oder halt fokussiert.
00:18:24: Hängt das auch damit zusammen mit ihrem Gebiet?
00:18:26: Dass da einfach ganz viele Wildschwene eben gibt!
00:18:28: Also zum einen mit dem Gebiet und zum anderen der erblichen Vorbelastung.
00:18:32: Mein Vater war ja nicht nur in den Jagd, sondern immer ein Wildschmeinverrückter.
00:18:35: Und es hat sich eben so entwickelt.
00:18:38: unter anderem durch die Energiewende Und durch die milderen Winter hat sich einfach die schwarzwildpopulation extrem extrem erhöht, weil Sie haben im winter nicht mehr so viel lust für lust wie früher.
00:18:49: Früher hatten wir alle gesagt über den Daumen alle sieben jahrene Mast bei den eicheln und bucheckern das hat man eigentlich jetzt jedes Jahr inzwischen.
00:18:57: Wir haben eben sehr viel mehr Mais und Raps für Biogas oder Bio Diesel zum Beispiel.
00:19:04: Und diese Flächen sind für Schweine ideal, weil sie hoch sind.
00:19:07: da haben sie Deckung die gehen quasi im Mai oder was.
00:19:10: wenn es einigermaßen hoch ist können die da schon rein kommen einfach nie wieder raus.
00:19:14: Da drin sind sie natürlich Nahrung, Deckung.
00:19:16: Ehm, keiner kommt dran und sie sind ja unheimlich schwer zu bejagen da drin.
00:19:20: Da muss man sich erst mal trauen nachts in einen stocktugenden Mais reinzugehen wo du ein halben Meter gucken kannst.
00:19:25: Das ist nicht so einfach weil Wildschweine sind auch in die schlechter Laune sind die halt echt schlechter launen.
00:19:31: Ich bin schon ein paar Mal umgeschmissen worden aber toi toi toi.
00:19:34: bis jetzt war ich immer ein bisschen schneller.
00:19:37: Aber das sind halt so Faktoren die diese Wildschmeiner einfach enorm begünstigt haben.
00:19:41: Da war gerade diese, wo das extrem hoch gegangen ist mit den Wildschweinen.
00:19:47: Der Bekanntenkreis von meinem Vater waren dann alles ältere Jagdpächter die noch sozusagen Oldschool gejagt haben, halt einfach vom Hochsitz aus und es gab einfach noch nicht so viele Schweine und damit auch nicht so viel Landwirtschaftsprobleme zum Beispiel.
00:20:01: Und dann haben sie immer zu meinem Vater gesagt er lasst doch mal deinen Sohn probieren und dann hat der Sohn halt probiert.
00:20:06: deswegen habe ich auch lange studiert Also sehr lange.
00:20:10: Weil ich quasi nur ... Ich war, glaub ich, in elf Revieren als Wildschadensbeauftragter unterwegs und war wirklich nächtelang bis weit in den Morgen und hab ausprobiert und gemacht und getan.
00:20:21: Und hab da viel gelernt, viel Praxis gelernt, Taktiken gelernt, Strategien gelernt, Technik ausprobierend.
00:20:27: Wirklich dürfen wir auch technisch benutzen.
00:20:29: Deswegen geb ich z.B.
00:20:30: Seminare damit hier bei uns in Darmstadt.
00:20:32: Das heißt aber die Wildsau ist ja eine schlaue Kreatur?
00:20:37: Und deswegen kriegen wir ja auch mittlerweile in der Stadt mit, dass es sie gibt.
00:20:42: Also und in der statt wird normalerweise auch nicht scharf geschossen weshalb die das Wildschwein sich zum Beispiel uns hier im Bürgerpark Nord gelegentlich sehr sehr tummelt und entsprechend die Sportflächen auch umgräbt.
00:20:58: Oder Vorgärten
00:21:00: oder grünen Anlagen?
00:21:01: Ja,
00:21:02: von Aarheiken sprechen.
00:21:03: Also da bei der SGA vor der Tennis-Halle, das sah aus wie nach Bundeswehrmanöver teilweise... Wie geht man denn damit um?
00:21:14: wenn also der Jagddruck vielleicht im Wald ist aber die Sau merkt, sobald er Häuser sind, geht es mehr gut.
00:21:23: Wenn wir zum Beispiel Aarhen nehmen hat man schon das Gefühl gehabt, dass sie sitzen dahinten einen Rückhalte becken, der ist bestimmt schön ruhig.
00:21:31: Ja da sind sie ja glaube ich auch so ein bisschen auf mich gekommen glaub ich.
00:21:33: es gibt hier eine lokale Facebookgruppe von Ahegin und da gab's ne Phase wo man praktisch jeden Tag Videos gesehen hat von Wildschmeiner am herrlichen Tag, wie sie vom Kinderwagen rüber sind oder vom Auto oder im Feld standen.
00:21:46: Das lag daran, dass dieses Rückkackelbett war ja früher eine Wasserhaltefläche und diese ganzen Anlagen drum drin waren englischer Rasen.
00:21:53: Die wurden gepflegt und alles Mögliche da hinten.
00:21:56: Dann gab es an der Maulbeer-Alle noch ne große Gärtnerei, die damals noch bewirtschaftet wurde.
00:22:00: Und dann ist diese Gärtnerrei, der hat aufgegeben ... das ist dann Privatbesitz geworden und relativ verwildert Und das Staubecken ist nicht mehr geflutert worden, verwildert.
00:22:09: Die Grünanlagen sind verwilderd und gleichzeitig hat diese enorme Schweine-Explosion stattgefunden.
00:22:15: Und uns wurde dieses Gebiet, dass wir früher ganz normal bejagt haben dann jaglich entzogen weil es hieß, das sei zu gefährlich und so.
00:22:23: Weil wir damals bei der Entenbejagung ... Wir haben auch das Eierheilgeheim in Mühlchen bejagt.
00:22:28: In Anführungsstrichen gegen Enten und Gänse.
00:22:30: Weil die natürlich die Bademeister völlig wild waren, wenn da immer die ganzen Liegewiesen verkotet waren.
00:22:35: Deswegen haben wir das auch bejaht.
00:22:36: Und dann sind ein paar Schrotkugeln auf diese SGA-Rollschuhbahn gefahren, die vorne am rückhalten Becken ist.
00:22:42: Der damalige Vorsitzende hat gesagt, dass wäre gefährlich?
00:22:45: Das ist weniger gefährlich, als wenn der Eichel auf dem Kopf fällt.
00:22:49: Deswegen wurde dieser Bereich jagdlich rausgenommen und das ist dann begrenzt worden auf den Voxweg, der direkt an der SGA vorbeigeht zum Mühlchen hinterher.
00:22:57: Und die rechte Seite da sollten wir bejagen und die linke Seite sollten wir nicht berangen.
00:23:02: Rechts waren aber nur ein paar Felder.
00:23:03: Da ist jetzt so hohes Getreide, dreizehn Meter hohe Getreider sitzen.
00:23:06: natürlich.
00:23:06: kein Wildschwein logischerweise sondern die sitzen alle in diesen verwilderten Gebieten in den alten Schäbergärten an dem Rückhaltebecken.
00:23:14: Da ist von der Stadtseite gar nichts gemacht worden.
00:23:17: Es gibt einen Stadtjäger, der hat da aber überhaupt nix gemacht, wirklich über Jahre.
00:23:21: und dann hatten wir ja jetzt noch diese ASP, diese Schweinepeste mit einer totalen Jagdsperre auch in den anderen Gebieten drumrum also auch in dem Waldgebieten Richtung Kranistein und Messel daraus und so.
00:23:31: Und dann ist es da wirklich komplett eskaliert.
00:23:33: Also ich hab in den Gebieten wo ich da jagen durfte getan was ich gründet, das war halt nicht der Bereich wo's effektiv war weil's natürlich, wenn ich die einmal da bejage wo sie fressen.
00:23:42: Dann fress'n die halt ne Woche woanders und dann gehen sie da wieder hin.
00:23:45: Wenn ich sie aber in ihrem Wohnzimmer störe... ...dann ist dieser Druck, weil die eben clever sind wie Sie gesagt haben, dann ist dieser druck, dann gehen die da weg, dann is es eben keine Wohlfühlstätte mehr.
00:23:54: Und genau das sehen wir ja jetzt.
00:23:56: Also irgendwann ist dann nachdem die Einwohner sich dauernd beschwert haben und dass auch in der lokalen Presse war eine Heilgeimpost.
00:24:00: zum Beispiel kam dann auch die Politik auf mich zu und hat es zum Thema gemacht.
00:24:05: Und ich hab dann für die CDU, die Grünen tatsächlich gesagt muss ja auch bei allen Teilen nehmen, muss ja fair sein an solchen Begehung teilgenommen.
00:24:13: Ich stell mich gerne zur Verfügung.
00:24:14: Ich zeig Ihnen das alles mal und so.
00:24:16: Dann kam das ein bisschen ins Rollen.
00:24:18: Ich habe das vorher schon fünfzehn Jahre lang probiert Aber wir sind halt auch ein bisschen von der Politik abhängig.
00:24:23: Damals war dieses Dezernat-Sex, was jetzt der Wandreif von der CDU machte, das war damals in grüner Hand und ich habe seit fünfzehn Jahren gesagt es eskaliert hier komplett.
00:24:31: die Leute drehen durch Die beschweren sich dauernd vor mir Ich darf nichts machen Wir müssen ... kommen Sie doch mal bitte, ich zeig Ihnen das vor Ort.
00:24:38: Ich zeige Ihnen, was das Problem ist und können Sie nicht vom Schreibtisch aus beurteilen.
00:24:41: Sie müssen vor Ort sehen, was da Sache ist.
00:24:44: Da es fünfzehn Jahre lang immer abgelehnt worden war, wollen sie nicht.
00:24:47: Interessiert die nicht?
00:24:48: Die Leute sollen bessere Zäune machen oder so.
00:24:50: Und als das jetzt in Gang kamen, haben sich dann alle vor Ort angeguckt.
00:24:54: Und dann hat der Wandreife auch wirklich schnell reagiert, hat das entfriedet und ich darf da jetzt wieder jagen seit ich sage mal ganz grob ein halben Jahr oder so.
00:25:02: Jetzt ist es eine völlig andere Situation!
00:25:04: Ich jage da jetzt, habe jetzt ein paar Wildschweine dort erlegt... Und natürlich ist dann eben der Druck, den die dann haben.
00:25:10: Die gesagt haben, gehen wird es hier nicht mehr so schön.
00:25:12: wir gehen jetzt raus und jetzt sehen sie bei Facebook kein Video mehr.
00:25:14: die Vorgär, dieses SGA-Schäden das sehen Sie ja, die sind jetzt sechs Monate alt oder irgendwie sowas?
00:25:19: Natürlich sind da noch gestern zum Beispiel mir ein Bauer wieder eine Rotte gemeldet, die jetzt wieder da ist und klar kommt immer mal wieder rein.
00:25:24: aber es ist eben nicht mehr diese völlig resistente Masse, die davor war dem Altenheim an der SGA dahin.
00:25:30: dabei bin ich mal nachts rein ohne Gewehr weil ich halt immer gucken musste wo sind's denn?
00:25:34: um einfach aufzuklären sozusagen auf der Wiese, fünfundzwanzig Schweine nachts da mitten in dem Altenheim.
00:25:40: Zwei Meter von den damals offenen Türen, weil es heiß war.
00:25:44: die Tünen offen hatten nachts und haben gepennt.
00:25:46: Sie haben
00:25:46: Nachtsicht gerät, ne?
00:25:47: Wir dürfen inzwischen Technik benutzen, ich hab aber ... ist so ein bisschen eine technische Geschichte.
00:25:52: Nachtsicht ist ein Restlicht verstärker und Wärmebildgeräte reagieren auf Wärmestrahlung.
00:25:56: Die sind noch sicherer in der Anwendung, weil ich dann gerade in solchen Stadtgebieten besser sehe, ob im Hintergrund einen Menschenhund oder irgendwas anderes ist.
00:26:04: Ich hab mich schon speziell ausgerüstet, teurer Spaß, aber halt muss man machen damit das sicherer ist.
00:26:10: die ganze Geschichte.
00:26:11: Aber so ist es ins Rollen gekommen, jetzt ist es ein typisches Beispiel für die heulgetige Zivilisation.
00:26:17: Durch die jetzige Bejagung ist alles wieder einigermaßen im Gleichgewicht.
00:26:20: Weil es gab dann Ansätze, wir müssen das Staubecken, diese Rückhaltbecken roten und die Gelände drum roten.
00:26:26: Aber das waren natürlich tolle Lebensräume für andere Tiere wie Igel oder Singvögel oder so was.
00:26:30: Das ist jetzt auch nicht die Superlösung.
00:26:32: Dann funktioniert eben gut weil sie eben dann auch auswandern weil ich natürlich auch ein gutes Lebensmittel gewinne.
00:26:41: Es ist ja nicht so, dass ich die einfach nur tot schieße und irgendwelche Massen oder irgendwas da ist, sondern es wird vernünftig bewirtschaftet und dann funktioniert's auch.
00:26:49: Weil ich glaub, die Kritik ist ja oft auch das viele Leute denken, einen Jäger geht in den Wald, knallt alles ab ... Und das macht er am nächsten Tag wieder.
00:26:58: Aber sie müssen ja alle ... Jedes Tier was Sie erlegen, müssen Sie entweder irgendwie verwerten?
00:27:05: Oder so'n Metzger bringen wahrscheinlich.
00:27:07: Ich will's vor allem auch.
00:27:09: Ich will es vor allem auf.
00:27:10: Wenn
00:27:10: er eine Pest muss, dann sind sie...
00:27:12: Das nehmen wir mal raus, weil es ne Sonderregelung ist wegen dieser Seuchen- und EU-Richtlinien
00:27:16: usw.,
00:27:17: das müssen wir mal herausnehmen jetzt.
00:27:18: Es ist einfach keine Jagd in dem Sinne, im normalen Sinne aber.
00:27:22: Jagd is ja die älteste Naturnutzung der Menschheit.
00:27:25: Weit, weit vor der Landwirtschaft oder vor der Fidiotomessikation.
00:27:31: Und sie ist auch die Nachhaltigste.
00:27:32: Weil ich hab da gar keinen Interesse daran.
00:27:36: wenn ich jedes Jahr alles totschießen würde sozusagen.
00:27:38: Weil dann käme ich gar nicht in jedes Jahr, alles tot schießt sondern ich will es nachhaltig nutzen.
00:27:43: Es wird eine Population, wird halt einfach geregelt und ich bewirtschafte es in einem gewissen Maße auch wie ein Bauer auch.
00:27:49: ja also natürlich wird.
00:27:50: Ich müsste jetzt nichts zwingend Hier in diesem Revier z.B.
00:27:54: Hasen erlegen, aber sie schmecken halt gut und ich habe ein paar Leute die zu Weihnachten gerne einen Hasen essen.
00:27:58: Ich mache hier immer Hasenzählungen jetzt letztes Jahr zum Beispiel grob gehabt ich Zwo hundertfünfzig Hasen im Revier.
00:28:03: das ist weit mehr als in der ganzen Umgebung.
00:28:06: Im Herbst hatte ich glaube ich dreihundertreißig Und dann hat es der Zuwachs.
00:28:09: Achtzig könnte ich theoretisch sagen.
00:28:10: Achtzlich könnt ihr ohne Besorgnis rausnehmen?
00:28:12: Ich hab halt dreißig rausgenommen für ein paar Kumpels.
00:28:15: Das ist ja nicht das ist keine Überbejahrung.
00:28:17: ich habe gar kein Interesse Natürlich gar kein Interesse, irgendwas auszurotten.
00:28:23: Das wäre doch völlig unsinnig!
00:28:25: Würde ich mir ja selber ins Fleisch schneiden.
00:28:26: Es hat überhaupt keinen Sinn...
00:28:28: Also, was glaube ich bei manchen Leuten oder wo so ein bisschen die Bruchstelle im Verständnis liegt?
00:28:35: Ich selber das auch vielleicht für mich sagen würde.
00:28:37: Rational nachvollziehen dass es also wir keinen in der Natur keinen Zustand haben oder von Natur ist schon... Ist ja gar nicht mehr
00:28:45: eigentlich Kulturräume
00:28:47: eigentlich an der Kulturlandschaft Wo keine Selbstregulationen mehr wie in der natur stattfindet.
00:28:53: Dass hier dann regulatorische Eingriffe nötig sind ist offensichtlich.
00:28:58: Aber wo kommt eine Passion dafür her?
00:29:00: Also, dass die Notwendigkeit versteht.
00:29:02: Aber die Leidenschaft ... diese Spanne hab ich noch nicht ganz vergessen.
00:29:07: Die dürfen
00:29:07: ja nicht vergessen, das ist es!
00:29:09: Eigentlich erlegen eines Tieres, sprich diesen Fingerkrumm machen sozusagen.
00:29:12: Das ist ja ne Millisekunde aus dem ganzen Jahr!
00:29:15: Ich
00:29:15: bin ja jeden Tag draußen und kümmere mich um das Gelände, kümmer mich über meine Tiere.
00:29:19: ich hab Wildecker die nur gepachtet oder gekauft habe und bestellen lassen nur fürs Wild.
00:29:24: Ich hab jeden Tag mit meinen Hunden da draußen zu tun.
00:29:27: Wenn ich zum Beispiel ganz Leidstress hab dann geh ich auf den Hochsitz oder geh raus und hab meine Ruhe.
00:29:32: Das ist ja der kleinste Teil dieses Erlegen und es is sehr, sehr geregelt.
00:29:37: Also uns dürfen auch nicht vergessen dass wir zum Beispiel bei den kleinen Wildarten geht das natürlich nicht so weil's einfach man es nicht so überblicken kann.
00:29:44: aber sagen wir mal jetzt zb war rot oder dann hier schon sowas kriegen wir ja vorgegeben was wir schießen soll und Es ist eben nicht so wie viele leute sich denken wenn sie überhaupt vor gegeben ist dann gibt's eine höchstgrenze sondern das sind mindest grenzen.
00:29:57: das heißt wir müssen Was die uns vorschreiben, müssen wir erlegen.
00:30:01: Wenn man es nicht machen, kriegen wir Geldstrafen oder Polizei-Hacken?
00:30:04: Dann macht's das militär!
00:30:06: Das ist also... Wir kriegen das genau vorgeschrieben und schätzen zum Beispiel mal beide jetzt jeder eine Zahl wie viel Rehe allein wir in Deutschland schießen müssen.
00:30:15: nur Rehe.
00:30:17: Nur
00:30:17: Rehwild.
00:30:17: Schätzen Sie mal in Deutschland.
00:30:19: Das mache ich immer ganz gerne bei solchen Sachen.
00:30:21: so ne Frage.
00:30:21: Jetzt mal Fünfzigtausend.
00:30:23: Eins
00:30:24: Komma drei
00:30:26: Millionen.
00:30:28: Und die müssen wir schießen, wir giegen sonst Strafen und es gibt auch viele Gebiete gerade bei Rotwild oder so.
00:30:33: wo wird das körperlich nachweisen?
00:30:34: Da kann ich nicht einfach sagen Ich habe dieses Jahr fünf geschossen ganz ehrlich sondern ich muss nachts irgendwo hinfahren muss sagen hier ist das Reh was sich gerade geschossen hat damit wir da nicht irgendwie bedrügen können.
00:30:43: Das wird immer unterschätzt, was wir für Pflichten haben.
00:30:47: Und das wird deswegen vorgeschrieben?
00:30:48: Weil Wild natürlich auch wild verbissmacht ... Zum Beispiel.
00:30:51: Die Bäume schädigt zum Beispiel.
00:30:52: Man will irgendwo junge Pflanzen hochziehen und nücken im
00:30:55: Wald.
00:30:57: Bei Wildschweinen ist es so, dass hat jeder die Schäden sieht bei der SGA
00:31:00: z.B.,
00:31:00: in der Wiese oder mal auf den Gräufplatz oder in einem Vorgarten.
00:31:03: Und bei Rehen und diesen verbeißenden Wildarten, also Rehe-Dammhörige-Muffelwild oder so, irgendwo im Wald verbeißen den Terminaltrieb von so einem kleinen Baum.
00:31:14: Das sehen Sie nie im Leben, wenn sie kein Fachmann sind und das wirkt sich halt auch erst in vierzig, fünfzig, sechszig, achtzig Jahren aus, wenn der Baum groß ist.
00:31:21: Und deswegen ist es für einen Lein noch schwerer nachzuziehen als jetzt.
00:31:25: bei den Schweinen die Leute auch in diesem Facebook kriege ich ja manchmal ein bisschen Gegenwind von irgendwelchen Tierschützern.
00:31:31: Die sind immer solange Tierschlüsse bis selber die Schweine im Garten haben oder ein Waschbär selber auf dem Dachboden haben?
00:31:36: Dann auf einmal heißt dann, wo ist eigentlich der Jäger?
00:31:38: Du hast gesagt ich soll nix machen.
00:31:40: Ja jetzt darf nicht aber natürlich schon kommen logischerweise.
00:31:42: oder wenn eins angefahren wird oder irgendwie sowas unterliegt und so dann soll der jäger immer springen und soll helfen Aber vorher ist er irgendwie nicht so cool oder?
00:31:51: ich bin schön wenn ich noch ein Beispiel geben darf.
00:31:53: Zum Beispiel wird immer in solchen Diskussionen gesagt, der jagdfreie Kanton Gemp wäre doch ein super Beispiel.
00:31:59: Wie das auch ohne Jagd funktioniert?
00:32:01: Also erstens mal ist Genf kein normaler Kanton sondern ziemlich urban.
00:32:04: Ist also nicht so eine, sagen wir mal, nicht Mecklenburg-Vorpommern mit diesen ganzen Landwirtschaftsflächen oder so.
00:32:09: und zweitens Mal wurde da die Jagd durch uns Jäger abgeschafft Und ersetzt durch einen Wildtiermanagement durch vom Staat bezahlte Profijäger.
00:32:18: Die schießen genauso viel oder erlegen genau soviel wild wie die normalen Jägers vorher Nur, dass sie halt jetzt nicht mehr Jäger genannt werden.
00:32:25: So ein Wild-Wildmanager und das ihr jetzt jeder Steuer bezahlen muss.
00:32:30: Also ist aber genauso gleiche wie vor.
00:32:31: Es wird genau so gemacht nur anders genannt.
00:32:34: Dann ist es natürlich auch kein jagdfreier Kanton logischerweise.
00:32:37: Ja wir sind jetzt quasi schon längst im zweiten Teil.
00:32:39: Wir sind schon in Thema Naturschutz drin mit dem Lebensraum.
00:32:42: Aber mal ganz kurz drei Fragen um ein bisschen was aufzulockern.
00:32:51: Welcher Naturraum finden Sie schöner?
00:32:53: Die Silzwiesen, das ist so ein Naturschutzgebiet bei Erheiden.
00:32:57: oder mögen sie eher den Granisteiner Wald mit seinen Eichen und Buchen.
00:33:00: Oh, das schwierig!
00:33:01: Schwierig.
00:33:02: Ich glaube ich habe es schon bisschen offener.
00:33:04: gerne auch wenn ich jetzt zum Beispiel Jagen gehe bin ich gerne im Osten z.B.
00:33:09: mit den größeren Landwirtschaftsflächen weil ich einfach mehr sehe.
00:33:12: also ich finde Bäume sind toll alles super.
00:33:14: aber ich sehe einfach gern was um mich rum passiert.
00:33:16: im Wald kann ich manchmal nur zehn Meter gucken.
00:33:20: Was stolpern Sie am häufigsten im Wald?
00:33:25: Kunststoffteile oder Papiertempos?
00:33:29: Ich sag mal, so Kleinmüll.
00:33:31: Aber das ist natürlich was, was mich wahnsinnig ... Könnte ich mich in Rage reden können.
00:33:35: Wir machen auch immer mal Müllsammeltage.
00:33:36: Wie heißen die?
00:33:37: Die Entsorgungsbetriebe hier.
00:33:39: Mit denen machen wir dann so ein Sammelpunkt aus und wird dann im Frühjahr Müll gesammelt auf eine Stelle.
00:33:46: Weil es ist ... Das regt mich so unfassbar auf, dass mir einer vorwirft.
00:33:51: Ich wäre gegen die Natur und gegen Tiere.
00:33:53: Gleichzeitig fährt er von McDonalds weg und wirft die Tüte nach fünf Metern aus dem Auto.
00:33:56: Da könnte ich mich wahnsinnig drüber aufregen!
00:33:59: Ich bin jetzt kein übertriebener, weiß ich nicht ganz spät, aber ich sag zum Beispiel bei McDonald's immer, ich brauch keine Tüten.
00:34:05: gibt mir das was ich brauche weil ich brauch es ja nicht.
00:34:08: in drei Metern im Papierkopf werfen ist einfach nur Ressourcenverschwendung umbildet und aus einem Auto werfen regt sich total auf.
00:34:15: Ich verstehe überhaupt nicht, wie man als Mensch so blöd sein kann.
00:34:19: Anders kann ich gar nicht bezirken... anstatt beim ERD ansrufen und zu sagen, man habt mir hier wieder Sperrmüll.
00:34:24: Und das vor die Tür zu stellen bei uns in Frankfurt ist umsonst, ich weiß nicht ob es beim ER-Müll kostet ja gar nichts.
00:34:30: Stattdessen
00:34:30: nehmen sie ihren Kühlschrank und ihre Spülmaschine und weiß sich nicht ein Sack voll windeln oder irgendwas.
00:34:35: fahren nachts in der Nacht so Nebelaktion laden Sie den ins Auto, fahren irgendwo in die Feldmark wo sie gar nicht hinfahren dürfen weil's eh verbotene Wege sind und laden da illegal Müll ab was gar nicht notwendig verstehe überhaupt die Denke überhaupt gar nicht.
00:34:47: Das geht mir
00:34:48: halt auch bei jedem zweiten Spaziergang so.
00:34:50: Ich
00:34:50: verstehe das nicht, oder sie schmeißen Grünabschnitt zum Beispiel raus aber im Plastik.
00:34:55: Haben Sie dann einen Hochsitz wo Sie nachts auch mal sitzen?
00:34:57: Oder haben Sie eine Thermoskanne mit Kaffee dabei?
00:35:00: oder ein Tablet, auf dem sie dann, ich sag jetzt mal, Forsthausfall genau gucken.
00:35:05: Muss sich sagen, dass die schon technisch geworden sind.
00:35:08: inzwischen hab' ich schon mein Handy dabei und wenn so nix los ist, guck ich halt irgendwie an Nachrichten wasso... Wenn nicht
00:35:15: meinen Tagsüber kann man ja noch irgendwie Vögel gucken aber ich meine so nachts ist
00:35:18: ja da... Naja ne, ich habe die Technik, das dürfen Sie nicht vergessen!
00:35:20: Das ist schon interessant weil man natürlich jetzt Tierverhalten sieht, was man vorher nie gesehen hätte durch diese... Also
00:35:25: wenn U-Hoo vorbeikommt.. Alles?
00:35:27: Ich sehe alles Ich kann alles möglich, das macht's noch viel interessanter als es vorher war.
00:35:32: Weil man ganz anderes Tierverhalten sieht, wo man nie auf die Idee gekommen ist ... Das kann ich beobachten, schon spannend!
00:35:39: Aber es gibt Phasen, wo halt wirklich überhaupt nichts los ist.
00:35:43: Kommt ja öfters auch mal Menschen ins Bild?
00:35:46: Es ist ein Stadtrevier hier Arheigen und es ist eben leider so, das sag' ich immer mit diesem Denaturiert, dass eben die Leute einfach Ich glaube viele meinen es gar nicht bösartig, aber die haben einfach kein Gefühl mehr für die Natur.
00:35:59: Also die haben... Die wissen einfach nicht mehr.
00:36:03: Ich könnte jeden Tag, und ich versuch's auch immer mit Hundeleuten zum Beispiel sprechen oder mit Leuten die Freigängerkatzen haben oder mit Leute, die irgendwo ins Feld fahren und dann irgendwie da was weiß ich machen ... Sie müssen immer dran denken, sie sind hier im Wohnen, Schlaf- und Esszimmer von allen Tierarten.
00:36:18: Nicht nur Wilds geht ja nicht nur um in Anführungsstrichen meine, wie ich mich interessieren direkt.
00:36:23: also mich interessiert jedes Tier ob das ein Kiebelts ist.
00:36:25: Ich hab noch nie mal einen Kiebels erlegt und will auch nie an Essen oder so irgendwas.
00:36:28: aber die gehören ja auch dazu.
00:36:31: Man muss dazu sagen, Kiebi zu dir legen ihre Eier wirklich in die Fälle.
00:36:35: Ja
00:36:35: und es ist eben wenn ich da mit Mountainbike quer übers Feldbretter war nicht meine da ist halt noch keiner gefahren.
00:36:39: das ist super.
00:36:40: oder den Hund frei laufen lasse da irgendwo draußen das ist halt einfach nicht super weil die können nirgends woanders hin.
00:36:46: und jeder der da mountain bike fährt reitet spazieren geht den hund laufen lässt oder sonst geocaching so eine geschichte macht der vergisst eben, dass die nicht ausmeichen können.
00:36:55: Aber jeder von denen geht aus seinem Heim freiwillig raus für sein persönliches Hobbyspaß-Unterhaltung und Freizeit.
00:37:02: Und die können nicht anders.
00:37:03: Die können nirgends woanders.
00:37:04: Dann hab ich zum Beispiel Hundeleute, die sagen ja, ihr Hund hat hier gerade das Reh gehetzt über zwei Kilometer?
00:37:10: Das ist zum Glück noch ein Kommen in den Wald.
00:37:11: Ja aber der kriegt es doch eh nicht.
00:37:12: Ich sag einfach, das ist doch kein Argument!
00:37:14: Die sind jetzt mit dem Energiehaushalt runtergefahren.
00:37:18: Die Weibchen, die Geisen, sind hochschwanger sozusagen.
00:37:22: Ihre Frau ist doch als sie ihre Kinder bekommen auch nicht jeden Tag dreimal mit zwei Kästen Biomblock gerannt und außerdem ist es ja dann da hinten ... Da kommt der nächste Hund!
00:37:30: Und dann noch ein Hund!
00:37:31: So macht man's einfach.
00:37:32: Halten Sie ihn halt wenigstens aufm Weg wenn er gut hört oder halt an der Leine?
00:37:37: Aber das ist für mich vielleicht auch weil ich so aufgewachsen bin eigentlich selbstverständlich aber für die Leute heute nicht mehr.
00:37:42: Das ist heutetage nicht mehr.
00:37:44: Immerhin ist es meistens noch so, wenn ich den wirklich erkläre.
00:37:47: So wie ich's eben erklärt habe oder dass sie dann sagen da hab' ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht und so.
00:37:51: aber es gibt natürlich auch die gleiche am Anfang schreien und beleidigen und so.
00:37:55: Es gibt dieses
00:37:56: Spannungsfeld zwischen den Plastiktunneln, den Spargelfelder, Rapsfelder Neubaugebiete.
00:38:01: Klar.
00:38:03: Wir haben ja eben schon mal gesagt, dass die durch Klimawandel und andere Anbauformen, Mais, Raps ... Ja, die Wildschweine hier gedeckte Tafeln haben.
00:38:18: Wie hat sich denn über die Jahre gesehen?
00:38:19: Sonst nur gerade um A-Halgen rum die Tierwelt so verändert.
00:38:23: Also wie gesagt, also im Vorgarten die Wildsauer kann ich mich ganz früher als alter Ohrhell ja auch gar nicht erinnern.
00:38:30: Nee, gab's noch nicht.
00:38:31: Glaub es nicht.
00:38:33: Natürlich, wir sind eine Zivilisation.
00:38:36: Wir haben Neubaugebiete.
00:38:38: die Flächen fallen weg.
00:38:40: Früher war zum Beispiel der Kalk offenbar früher ein Forsthaus.
00:38:43: da ist niemand hingefahren.
00:38:44: heute wenn Sonne ist sind da sechsechst hundert Leute mit dem Auto hinfahren irgendwo Müll unterwegs hinschmeißen oder schreien oder machen oder halt tief in der Nacht erst teilweise besoffen zurückgrüllen oder so.
00:38:53: natürlich ist das ne Belastung für die Tierwelt.
00:38:55: es ist einfach ganz logisch.
00:38:56: aber Oder zum Beispiel, Sie haben gerade gesagt, Tunnel und Plastikfolien.
00:39:01: Inzwischen ist halt der Spargelanbau und der Erdbeer-Anbau.
00:39:04: Der ist inzwischen erstens mal sehr viel mehr als sie zu ihrer Kindheit wahrscheinlich noch kennen.
00:39:09: Und zweitens eben diese Plastikkundtunnelgeschichte ... Also auf der einen Seite schlagen da zwei Herzen.
00:39:14: Natürlich ist das für die Natur schlecht ganz logisch.
00:39:18: Diese Flächen sind einfach verloren für alles.
00:39:20: Auf der anderen Seite was soll denn ein einzelner Bauer hier machen?
00:39:23: Was soll denn ... Sagen wir mal, wir haben in Aheilgen fünf Landwirte, die Spargel und Erdbeeren einbauen.
00:39:28: Wenn da einer jetzt sagt ich mach das nicht mehr ist der raus?
00:39:32: Dann verliert er die Kunden, der verliert weiß ich nicht drei oder vier Monate Einkommen.
00:39:36: Der kann es nicht einfach machen.
00:39:37: Und wenn die Aeilger Bauern sagen würden sie gehen raus, ja dann machen Sie halt die Kriegsheime.
00:39:41: Das ist halt einfach der Zeitgeist.
00:39:42: des kannst du nicht mehr zurückdrehen heutzutage.
00:39:45: Das is natürlich nicht gut für die Natur aber die Landwirten können da in dem Sinne auch nichts dafür weil wenn sie aussteigen
00:39:51: Und die Kunden wollen ja auch immer früher ... Ja,
00:39:53: das ist eigentlich von den Kunden her.
00:39:56: Wenn halt einer auch im März-Erdbeeren essen will und sowas und so dann entweder aus Spanien holt oder aus ner Vorhinsache auch... Dann ist es im Endeffekt, ich will jetzt nicht sagen seine Schuld aber das ist halt auch seine Entscheidung wann der sowas macht.
00:40:09: deswegen gibt's ja auch mehr Restaurants oder sowas, die ich zum Beispiel auch teilweise mit Wildbelieferen die sagen Ich will regionale Sachen haben und zwar in der Saison Und nicht irgendwie, es sei das eingefroren.
00:40:20: Aber jetzt nicht irgendwie... Dann gibt's halt Spargel, wenn's Sparge geht mehr.
00:40:22: Ja, regional und saisonal.
00:40:25: Und nicht aus Nordafrika im Dezember oder
00:40:27: so?
00:40:27: Eigentlich haben wir ohne richtig in dem Thema drin gewissen sein die Natur schon ziemlich
00:40:32: beantwortet.
00:40:33: Ich hab alles mitbeantragt.
00:40:36: Ich komm immer ein bisschen ins Bubble und tue mir live.
00:40:38: Der Mann überholt uns links und rechts.
00:40:40: dann kommen wir doch einfach zur dritten Runde, oder?
00:40:42: Ja genau!
00:40:47: Welches Tier?
00:40:48: schlauer Wildschwein oder Dachs?
00:40:50: Ich würde sagen, Wildschwein ist auf jeden Fall schon sehr schlau.
00:40:56: Vorbilder?
00:40:58: Der Großbildjäger wie Ernest Hemingway beschrieben und vielleicht auch verkörpert hat oder der Predator aus Tim ...
00:41:05: Oh Gott.
00:41:07: Also ich kann
00:41:07: mich natürlich mit einem Großbildjäger schlicht und einfach näher identifizieren, ja?
00:41:11: Ich bin zum Beispiel auch kein Trophäensammler überhaupt gar nicht.
00:41:14: Wenn ich irgendwo bin oder es ist mal was Besonderes oder so, nämlich auch mit, das ist ja eine Änderung wie ein Urlaubsfoto teilweise.
00:41:20: Ich erinnere mich halt an diese Geschichte aber ich bin kein Trophynsammler groß oder so.
00:41:24: Ich jage schon auch im Ausland.
00:41:26: Natürlich gibt's die selben jaglichen Anforderungen wie hier, gibt's halt auch in Namibia oder in Was weiß ich wo.
00:41:31: Ähm, das ist ja dann nur übertragen sozusagen.
00:41:34: Dann würde ich mir von da auch einen Andenken mitnehmen.
00:41:36: Ja klar!
00:41:36: Aber ich bin jetzt kein Trophäensammler wie der Predator zum Beispiel.
00:41:43: Ach und die dritte Frage lautet Hochsitz oder Hochhaus?
00:41:46: Aber ich glaub...
00:41:46: Na ja gut, die brauchen sie gar nicht stellen.
00:41:48: Ganz klar, die brauchten
00:41:49: wir doch gar
00:41:49: nicht stehen.
00:41:50: War das deine
00:41:51: Idee?!
00:41:51: Die brauchte ich gar nicht, zwar aber glaube ich die zweite.
00:41:53: Wenn's die Dritte?
00:41:54: Echt schon?
00:41:54: Das
00:41:55: war schon die dritten.
00:41:56: Willschwein Dachs.
00:41:57: Ah ja, dritte.
00:41:58: Hochsits-Hochhaus.
00:42:00: Judex Noncalculate.
00:42:01: Der Richter, Anwalt zählt nicht.
00:42:04: Naja, sie sind ja auch konfrontiert mit neuen Arten.
00:42:07: Sie hatten nicht die Wildschweine, die waschbären schon... angesprochen.
00:42:13: Werden die langsam zur Blage?
00:42:15: Ja,
00:42:15: sind sie auf jeden Fall.
00:42:18: Sie dürfen auch nicht vergessen, dass es mir primär eher um die Wildarten, um die Tierarten da draußen geht und für diese ist eine Vollkatastrophe, weil es ein zusätzlicher Predator ist, auf den die einfach genetisch gar nicht eingestellt sind.
00:42:33: Also das quasi für die Kiebitze ...
00:42:35: Katastrophe, noch mehr für so Baumbrüter.
00:42:37: Noch mehr als für ein Feldgrütter.
00:42:40: Weil ein Waschbär kann überall hin klettern?
00:42:42: Der kann alles aufmachen und ist wahnsinnig geschickt!
00:42:44: Für den ist es zum Beispiel wenn sie jetzt losgehen und sagen ich bin hier vom NABU oder vom Vogelschutzbund wir machen jetzt hier jeden fünften Baum der kriegt eine Nisthilfe.
00:42:53: Ist super grundsätzlich.
00:42:55: aber für einen Waschbeer ist das wie in Mc Drive.
00:42:56: Er geht alle zwei Wochen kontrolliert überhaupt über was drin ist greift da rein oder macht die Tür auch super.
00:43:03: Und der kann auch überall hin schwimmen, z.B.
00:43:05: auf Nisthilfen, die auf einem See draußen sind, damit sonst ein Fuchs oder so nicht hingekommen ist?
00:43:10: Der Waschbär schwimmt da rüber und macht den Schwanker brutzelt.
00:43:12: fertig!
00:43:12: Frusti Aya ... Also es gibt auch ja zig-zig-zig Videos von Waschbergen wie Sie.
00:43:17: Man kennt das aus Kassel, dass diese Videos nicht umgewachsen sind.
00:43:21: Das
00:43:21: was Berlin für Schweine ist, ist Kasselfür.
00:43:25: Aber ist das hier schon so schlimm?
00:43:26: In der Nachbar hat mal
00:43:27: ein Waschberg geschnitten.
00:43:28: Nee nee, es breitet sich amählich.
00:43:30: Ich weiß, wir sagen mal vor... Zehn Jahren, da haben sie irgendwo auf der Beta Heimat einen ersten Waschbär überfahren.
00:43:36: Vielleicht auch vor fünfzehn Jahren.
00:43:38: Da haben wir alle so Huchen-Waschbären und jetzt sind die überall.
00:43:42: Und Sie sehen die also quasi auch wenn sie nachts draußen
00:43:44: sind?
00:43:45: Ja ja natürlich!
00:43:45: Die werden
00:43:48: ganzjährig bejagt ...
00:43:50: Das ist eine typische Geschichte.
00:43:51: halt wieder.
00:43:52: Diese Discrepants, die Leute finden die halt süß.
00:43:56: Die sind putzig, auch wenn die Jungtiere aus der Dachrinne rausgucken wollen, Aber die sind halt für die Natur eine Vollkatastrophe.
00:44:03: Auch für den Dachboden nicht gut?
00:44:04: Ja
00:44:04: eben, das sag ich ja!
00:44:05: Wenn sie auf dem Dach boden haben, sind dann meistens erst mal keine Freunde mehr und dann soll der hier kommen.
00:44:10: Die sind einfach für die natur eine Voll katastrophe und gehören da in unserer Natur einfach nicht hin.
00:44:17: Was für natürliche Feinde haben wir denn in Amerika etwa?
00:44:22: Zum Beispiel Puma oder ein Wolf oder einen Koyote.
00:44:26: Aber ein Waschbär ist schon ein ziemlich widerstandsfähiges Viech, ehrlich gesagt.
00:44:29: Die passen schon und wird natürlich auch krass bejagt, scharf bejaggt.
00:44:34: Und hier muss halt einfach kontrolliert werden.
00:44:37: Es ist ja nur eines der Beispiele.
00:44:38: Neil Ganz ist das nächste, haben Sie bestimmt auch schon ein paar Mal gesehen.
00:44:41: Ist eine absolute Vollkatastrophe für heimisches Wasserwild.
00:44:44: Es gibt Videos im Netz wo Neil Gänse alles was an Jungvolk in der Gegend rum ist so lange verfolgen unter Wasser drücken bis es tot ist.
00:44:51: oder Nutriers gibt's inzwischen auch sehr viele und fast überall an.
00:44:54: Machläufen sind jetzt nicht wo die fressen keine Jungtiere oder so was.
00:44:58: Aber sie breiten sich auch aus, verdrängen andere ab und unterhöhlen Dämme und Dammanlagen ... Oder Wege und so.
00:45:06: Wir werden dann
00:45:07: zum Beispiel noch gefüttert oftmals?
00:45:08: Ja!
00:45:09: Das ist in diesem Falsch auf Süß.
00:45:12: In Berlin werden ja auch die Schweine teilweise gefüttern.
00:45:14: Wo andere Leute sagen, man, hast du's noch alle?
00:45:16: Ich will die nicht im Vorgarten haben.
00:45:19: Und wenn du als Jäger kommst und sagst, Wir müssten eigentlich mal ein paar rausnehmen, dann bist du natürlich ... haste die Karte gezogen.
00:45:27: Und
00:45:28: wie sieht's damit Bibern aus?
00:45:30: Biber ist bei uns noch keiner vorgekommen oder bekannt.
00:45:33: Da sind die alle im Landkreis noch und...
00:45:35: Ja, die sind also da an der Gärsprinz da.
00:45:37: Wo wissen das richtig, ist es die wohl glaube ich.
00:45:39: Da zum Beispiel gibt's viele inzwischen.
00:45:42: Aber hier noch nicht!
00:45:43: Ich hab hier noch gar keinen gesehen oder auch mal die Bäume sehen.
00:45:47: Hier sind gar keine, aber haben sich auch sehr verbreitet.
00:45:50: also ich bin zum Beispiel auf einem Freund auf Usedom.
00:45:53: da flippen die Bauern völlig aus, weil
00:45:55: alles...
00:45:56: Da ist alles umgedreht dadurch.
00:45:59: Also wir haben nicht die Biber gesehen.
00:46:00: Die Schäden, die Fraßschäden.
00:46:02: Sie sieht man ja sofort auch als Laia weiß man ja so fort.
00:46:05: Und nicht jeder, der Biber als Ingenieur ist auch so haltperfekt.
00:46:10: Weil ja nicht jeder Baum, der angenagt ist hat irgendwie tatsächlich für den Dammbau eine Funktion.
00:46:15: Sondern er wird mal hier geprobiert und da probierten die Bäume sind am Ende vom Tag tot.
00:46:19: Das ist halt immer im Endeffekt das Konflikt ... Wir sind halt nun mal voll zivilisiert.
00:46:24: Das ist immer der Konflikt zwischen Mensch, also zum Beispiel Landwirtschaft oder so?
00:46:27: Oder vielleicht auch irgendwie ein Fahrtweg oder eine Straße oder einen Vorgang noch so.
00:46:31: und halt zum Beispiel Biber oder Wolf.
00:46:33: ganz extremes Beispiel.
00:46:34: Genau, der Wolf.
00:46:35: Du stehst an Lieblinge.
00:46:36: Mein Liebling weil er ja mit einem gewissen ... einerseits mehr Märchen Angst auf der anderen Seite mit einer gewissen Romantik seine Rückkehr betrachtet wird.
00:46:46: Der in einem funktionierenden Naturaum natürlich auch eine Funktion hätte, die Schwachentiere rauszunehmen.
00:46:56: Und vielleicht auch dem ... Nach wieher ist unser kleiner Waschbär-Einhalt zugebieten?
00:47:03: Aber das funktioniert ja so alles gar nicht!
00:47:05: Nein
00:47:05: kann nicht funktionieren.
00:47:06: Also der Wolf ist ein tolles Tier, wo wir mal ganz festhalten.
00:47:09: Ich bin ja nur Hunde-Mensch und alles.
00:47:10: Der ist intelligent, der ist ein hübsches Tier und so, ist ein tolles Tier.
00:47:15: Die Frage ist ja irgendwann mal nicht umsonst ausgegrottet worden vor langer Zeit, weil das nicht mehr dieses Zivilisierte gepasst hat.
00:47:23: Jetzt wird er wieder eingebürgert und vermehrt sich unkontrolliert in einem Gebiet, was ja viel zivilisiert ist als früher.
00:47:31: Vielmehr Menschen, vielmehr Bebauung, Straßen, alle sind für ... Wir sollen Extensive Tierhaltung fördern?
00:47:37: Wie soll ein Schäfer das machen?
00:47:38: Der kann jeden Tag einen Betonzaun bauen oder Deichbewirtschaftung.
00:47:46: Ich find's auch völlig absurd, dass wir Rotirsche die über einen vom Menschen abgegrenztes Rotwildgebiet gehen.
00:47:51: Das ist nicht ein Zaun, sondern das eine gilt als Rotwald-Gebieten und das andere halt nicht.
00:47:57: Den sollen wir quasi wenn der über den Wald geht mit allen Mitteln verfolgen und töten weil er Pflanzen spürt frisst.
00:48:02: Ein Wolfen großraubt.
00:48:04: hier war es ja im Endeffekt schon auch für Menschen nicht ganz ungefährlich.
00:48:06: Ich kenne sich Waldkindergärten, die gespelt geschlossen worden sind wegen Wölfen und so im Außen.
00:48:11: Den sollen wir, der ist völlig unkontrolliert.
00:48:13: Das finde ich halt total absurd.
00:48:15: Also wirklich völlig absurd und sich da dann so zu aufzählen.
00:48:19: Warum soll der Wolf nicht genauso reguliert und betreut werden wie es eben das Rotwild wird oder das Dammwild oder das Rehwild?
00:48:27: Und wie's auch alle anderen Wolfsländer machen!
00:48:29: Alle.
00:48:29: die einzigen, die es nicht machen, ist Deutschland.
00:48:31: Wir haben die höchste Wolfstichte der Welt mehr als Alaska, mehr als Kanada, mehr as Sibirien oder Russland, mehr an Rumänien...
00:48:40: in den Gebieten, wo der Wolf stark auftritt.
00:48:43: Ich sage das mal von Ostdeutschland, in den Norden, Nordwesten... Also hier ist ja nicht wahnsinnig viel.
00:48:50: In Ekelsbach
00:48:51: ist letztes Jahr dreimal einer gesehen worden.
00:48:53: Hier sind noch nicht so viele aber sie breiten sich genauso aus wie es der Waschbär ist.
00:48:56: und
00:48:57: die richtig großen Vorkommen... Ist sagen
00:48:59: wir mal nordöstlich ganz grob gesagt weil's eben von da aus quasi wieder reinkam.
00:49:04: Aber
00:49:04: die sollen null reguliert werden.
00:49:07: Er
00:49:08: hat sich doch die Gesetzeslage jetzt auch verändern.
00:49:11: Ja, aber
00:49:11: bis das jetzt wieder so weit ist und dauert... Wir haben zum Beispiel ein ganz einfaches Beispiel!
00:49:14: Wir haben eine völlige Zwei-Klassengesellschaft in T-Shirts.
00:49:16: Wenn ich an einen Verkehrsunfall komme und da ist ein Fuchs dem Specken kaputt gefahren worden ist Wenn ich den nicht sofort erlöse, mache ich mich tierschutzrechtlich angreifbar strafrechtlich.
00:49:26: Ist meine Pflicht, ihn zu erlösen?
00:49:28: Wenn das ein Wolf ist und es meinetwegen Samstag Nacht um drei muss sich erst jemandem anrufen.
00:49:33: die müssen versuchen den Wolfsberater zu kriegen.
00:49:34: der ist natürlich nicht erreichbar logischerweise.
00:49:36: Der wiederum muss einen Tierarzt holen.
00:49:38: der ist auch nicht erleichbar.
00:49:39: der wolf sitzt dann die ganze Zeit leidet und schreit Und irgendwann mal nach weiß ich nicht so viele Stunden kommt dann ein Wolfs Berater sagt er ist nicht mehr fortpflanzungsfähig und der Tiers muss ihn dann einschläfern muss also hingehen und dem Spritze geben.
00:49:52: Das ist doch absurd.
00:49:53: Einfach absurd!
00:49:54: Und dann stellt sich vielleicht nachher noch raus, waren Wolfs Hybride die viele viele viele sind ja hybriden in irgendeiner Form, sind gar keine Rheinwäufe also hätte ich ihn sogar erschießen sollen?
00:50:02: Ja was denn jetzt?
00:50:04: Schwieriges Thema aber halt auch deswegen schwierig weil glaube ich auch bei ganz vielen Menschen so eine Naturverklärung irgendwie ist... Eine
00:50:11: Verklärung genau.
00:50:13: wir nennen das Tastaturbiologen oder Bikonbiolog.
00:50:16: Es ist einfach ein Unterschied, ob ich im Netz irgendwas Google, was meistens auch von irgendwelchen Interessengebieten komme.
00:50:22: Und eben zum Beispiel sage funktioniert das super im Kanton Camp mit dem Jagdfreien Camp oder habe ich halt Erfahrung?
00:50:27: Ich lebe seit ich klein bin und wach sich damit auf.
00:50:29: Ich kenne die Naturzusammenhänge.
00:50:31: Ich bin jeden Tag draußen und sehe wie sich etwas entwickelt und so.
00:50:34: Das ist bei allem Respekt und es soll jetzt nicht arrogant klingen aber das ist halt ein ganz anderes Fachwissen.
00:50:41: Mit dem Schießen muss man vielleicht noch mal sagen, weil dann ja auch bei den Vorurteilen der Ball hat es da rum eigentlich nämlich an können sie genau einmal schießen und dann macht.
00:50:51: Zum
00:50:51: Beispiel gerade weil Sie das jetzt gerade erwähnen als ist dann frei gegeben wurde kurz drauf gab's bei der Polizei hier in Gabs ein Anruf Ja die Wildschmeinjäger hätten gerade Sechzig oder siebzig Schuss abgefeuert wird sich gar nicht mehr auf die Straße trauen und so was Was für ein Schwachsinn.
00:51:07: Das ist schon rein technisch, also wie soll ich ... Ich hab noch nicht mal so viel Munition, aber noch nicht im Ansatz, noch nicht mehr ... Ich habe noch keinen Schuss
00:51:14: dabei
00:51:15: und es wäre auch was wär ... Da müssten ja erst einmal schon siebzig Schweine sein und die müssten dann alle stehen schreiben, der nächste müsste sagen, ich bin jetzt dran.
00:51:22: Es ist einfach völliger Schwachssinn!
00:51:24: Ja?
00:51:24: Also das war nur um zu diskreditieren und zu sagen wir haben wieder alle Angst und so.
00:51:29: Einfach völlige Unsinn.
00:51:30: Und Überraschung, es war kurz vor Silvester.
00:51:33: Vielleicht auch mal eine andere Richtung.
00:51:34: denken, wer das was gewesen sein könnte.
00:51:37: Wer
00:51:37: da rumgeballert hat...
00:51:38: Aber es ist einfach technisch jeder!
00:51:40: Ich meine sie sind ja völliger Laie.
00:51:41: wenn ich jetzt immer so... Es ist doch einfach unmöglich, habe niemals sieben Schuss in der Gegend gemacht und ich war das ganze Jahr über.
00:51:46: Das erste Mal knallt bin ich als Hase aber ganz schnell weg.
00:51:49: Wenn's mal
00:51:50: super funktioniert dann vielleicht zwei, vielleicht auch mal drei.
00:51:53: Aber siebzig Schuss sind einfach schwachsinnig.
00:51:56: Jetzt sind die nochmal ganz kurz.
00:51:58: nochmal den Ringschluss zu den Wildschweinen.
00:52:00: Die sind also weniger geworden?
00:52:02: Ja
00:52:03: Aber nicht vom Bestandsbedroht, sondern es gibt
00:52:05: noch genügend... Nein, obrott Wildschweine nein.
00:52:07: Die vermehren
00:52:07: sich doch eh weh die Kanäckl.
00:52:09: Genau also.
00:52:09: das heißt da muss man sich keine Sorgen machen.
00:52:11: aber jetzt wie sieht's zum Beispiel mit Drehbühnern aus?
00:52:13: Also ich glaube das sind mit die Gefährdeten
00:52:16: ja
00:52:18: Die wir so haben auf den Feldern.
00:52:20: Wie schätzen Sie das bei denen?
00:52:22: Ich sag ganz kurz noch, als zum Beispiel manchmal hat man ja auch markante Tiere.
00:52:26: Ich hatte eine große Bache in diesem Rückhalt im Beckengebiet die hat immer gehumpelt.
00:52:29: Die war mal ein Verkehrsunfall oder was gehabt haben.
00:52:32: Die waren also markant einfach.
00:52:34: Und die habe ich innerhalb eines Jahres mit einundzwanzig Frischlingen gesehen.
00:52:38: Also einmal mit zehn großen und dann nochmal elf Kleinen innerhalb von acht Monaten oder so Ein Schwein.
00:52:46: So, und jetzt Rebhühner, weil sie sagen ... Wir hatten früher viele Rebhhühner?
00:52:49: Weil wir auch sehr viel für die Gitarren haben mit diesen Wildeckern und so.
00:52:52: Und da war damals noch ein bisschen mehr diverser Landwirtschaft.
00:52:56: Zum Beispiel keine Plastikfolien oder Tunnen usw.
00:53:00: Die Gesetzgebung bezüglich der Predatorenjagd waren andere.
00:53:03: Dann hatten wir mal ... Das weiß ich nicht mehr wann das war.
00:53:05: Ich sag auch wieder, ich mach das in den gleichen Zeitraum.
00:53:09: Da war eine Zeit lang relativ lange Schnee im Winter, vielleicht vier oder sechs Wochen.
00:53:14: Das ist für Rebhühner eine Vollkatastrophe, weil die Luftwaffe alles gesehen hat und die haben wirklich alles wegrasiert, was da war.
00:53:23: Und dann war ihm schwer wieder etwas aufzubauen.
00:53:28: Wir versuchen halt durch eine relativ scharfe Raubwildbejagung diesen ganzen Sachen da zu helfen.
00:53:33: Also ob jetzt Haubenlöche oder Kiebitz, wirklich auch jagdliche Wildarten wie z.B.
00:53:36: Hase und so.
00:53:37: Und weil das einfach natürlich keine ... Die werden nicht nur durch ein ideologisches Denken, wären es keine Vegetarier.
00:53:44: Ein Fuchs wird nie ein Spargelstecher werben.
00:53:46: Das ist ja einfach so.
00:53:49: Es sind ja auch keine bedrohten Tierarten.
00:53:50: Ein fuchs zum Beispiel, erstens will ich ihn gar nicht aus, Fuchs ist auch ein schönes und intelligentes Tier, aber in einem gewissen Maßart damit die Tiere ... Der kann super in der Stadt leben.
00:54:02: Die Tiere wie ein Rebhund, das nicht in einer Stadt leben kann auf eine gewisse Ruhe und Fläche angewiesen ist.
00:54:07: Und eben wenig Predator-Druck, weil es eh schon Schwierigkeiten hat, dem möchte ich halt helfen.
00:54:13: Ich hab ganz wenige Repüner.
00:54:14: Letztes Jahr mal wieder welche gehört?
00:54:17: Man hört dann in der Brunft schon Quatsch.
00:54:20: Früher versucht man die Hähne zu hören, habe ich was im Revier und da sind es vielleicht sogar mehrere.
00:54:25: Da hab' ich tatsächlich mal wieder welche gehört weil sie vielleicht ein bisschen von außen wieder einwandern.
00:54:29: jetzt wenn wir so... Aber die haben schlechte Chancen leider.
00:54:33: Gibt aber auch viele Projekte dafür.
00:54:35: zum Beispiel in der Wetterau gibt's einen sehr guten Rehprunregering Und da wird vom Ministerium und so was, die Fallenjagd- und Predatornjagde wirklich auch finanziell stark gefördert.
00:54:45: Da werden Fallen gekauft für die Jäger usw.
00:54:47: Die haben einen guten Rähpunktbestand, weil man eben über diese Regulation der Predatorne und auch über Lebensraumgestaltung und Wildecker mit Kräutern und was weiß ich, konnte man da schon viel
00:55:00: machen.".
00:55:00: Es gibt Hoffnung für die Ornithologin?
00:55:02: Ja.
00:55:04: Wenn ich ein C sage, dann bringe sie ihn.
00:55:08: Ich mitbringe.
00:55:09: Gut!
00:55:10: Wir haben viel gelernt.
00:55:11: Alle Themen zur Strecke gebracht, die wir uns vorgenommen haben.
00:55:16: Aber es fehlt immer noch der Tipp unseres Gastsystems, den wir gerne hätten.
00:55:21: Was sollen die Leute denn machen?
00:55:27: Jetzt gesagt zu unseren Veranstaltungstipps und so was.
00:55:29: Ich bin ja sportlastig.
00:55:31: Das heißt, ich war früher tatsächlich auch bei Lilien spielen ab und zu mal Und die von der SGA, die Handballer sind aufgestiegen in ich glaube dritte Liga.
00:55:40: Ja
00:55:41: ja hab' ich auch mit Interesse gesehen.
00:55:42: Genau und einer der Spieler zum Beispiel macht gerade den Jagdschein.
00:55:45: deswegen bin ich da so ein bisschen mit drin.
00:55:47: Das ist natürlich eine gute Sache.
00:55:48: und weil ich direkt angrenze mit dem Jagdhaus Was was ne völlig andere Welt ist sollte man sich echt mal So eine Führung in dem Teilchenbeschleuniger geben in der GSI beziehungsweise der fair und sich mal anhören was die machen weil das ist so dermaßen abgefahren und weg von Schulphysik.
00:56:04: Da kommt man sich echt vor wie ein totaler Analfabät, wenn die anfangen.
00:56:07: Die räumen moment gerade auf?
00:56:09: Ja, da
00:56:09: war der Brand ja!
00:56:11: Da gab's immer die ganzen Satellitenfotos.
00:56:12: Da hab ich bei Facebook gesagt, mein Jagdhaus hätte es fast ins Fernsehen geschafft.
00:56:15: Das waren mal so zwanzig Meter aus dem Außenbild raus.
00:56:21: Aber das zum Beispiel ist fand ich hochinteressant.
00:56:24: Schöne Idee.
00:56:25: Sehr schön.
00:56:26: Ansonsten empfiehlt der Jäger Torjäger
00:56:30: Torjäger, genau.
00:56:31: Oder eben gut Wildessen.
00:56:32: zum Beispiel in Erzhausen ist Mattis Waldlust direkt an der Bahn.
00:56:36: Der macht viel Wildsachen
00:56:37: z.B.,
00:56:38: und gibt's richtig gutes Essen.
00:56:40: Essen ist natürlich immer ein Einstieg bei mir.
00:56:42: Und er macht gutes Essen da, gutes Wildessen.
00:56:44: Gut!
00:56:45: Ich freu mich auch schon wieder auf den Rest der Wurst im Kühlschrank.
00:56:49: Alles was unseren Hörern hilft.
00:56:50: Genau.
00:56:52: Danke dass Sie hier waren.
00:56:53: Sehr gerne!
00:57:00: Ja es
00:57:01: ist ein Podcast für Darmstadt
00:57:03: und Südhessen von Sabine Schiener und Stefan Benz.
00:57:06: Wenn ihr Spaß habt, stay tuned!
00:57:09: Abonniert uns und empfehlt uns weiter.
00:57:12: Bis zum nächsten Mal.
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